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Startschuss für Radwegbau zwischen Groitzscher Dörfern

Radwegenetz Startschuss für Radwegbau zwischen Groitzscher Dörfern

Am Montag beginnt der Radwegbau zwischen den Groitzscher Ortsteilen Pödelwitz und Großpriesligk entlang der B176. Spätestens im Frühjahr 2018 soll die 3,2 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Trasse in Asphaltbauweise fertig sein. Die Gesamtbaukosten betragen rund 1,3 Millionen Euro.

Auf der alten Bahntrasse Groitzsch-Neukieritzsch – hier in Großstolpen – soll der neue Radweg verlaufen. Baustart ist am Montag.

Quelle: Jens Paul Taubert

Groitzsch. Nach jahrelanger Vorarbeit und vielen Studien zu Naturschutzbelangen beginnt am kommenden Montag der Radwegbau zwischen den Groitzscher Ortsteilen Großpriesligk und Pödelwitz. Errichtet wird der 3,2 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Asphaltweg von der Strabag Schkeuditz auf der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Groitzsch-Neukieritzsch. Spätestens im Frühjahr 2018 soll er fertig sein. Geführt wird das Projekt von der Stadt: „Wir sind der Erfüllungsgehilfe für das Lasuv“, sagte der Bürgermeister Maik Kunze (CDU).

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Davon trägt die Bundesstraßenverwaltung den Löwenanteil mit 900 000 Euro, berichtet Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in Dresden. Der städtische Anteil an zuwendungsfähigen Kosten werde vom Freistaat Sachsen voraussichtlich zu 90 Prozent gefördert. Bereits im Jahr 2011 hatte die Stadt Groitzsch die ehemalige Bahntrasse von einer privaten Verwertungsgesellschaft erworben und ihre Planungsabsichten an die Straßenbauverwaltung herangetragen.

Mit dem neuen Radweg werde nun das Wegenetz ergänzt. Er ist zudem Teil der Radwegkonzeption des Freistaates Sachsen und erhält neben der Verkehrsbeschilderung auch eine touristische Radwegbeschilderung, informiert Siebert weiter. Neben seiner Verbindungsfunktion zwischen den Groitzscher Dörfern sei die Piste auch geeignet, den Radverkehr der B 176 mit aufzunehmen. Aus diesem Grund beteilige sich die Bundesstraßenverwaltung maßgeblich an den Kosten der Herstellung.

Die Trasse beginnt südlich von Groitzsch im Ortsteil Großpriesligk an der Luckaer Straße und mündet nach knapp zwei Kilometern in den Wirtschaftsweg Großstolpen. In diesem Abschnitt werde auch die Brücke über den Schlumperbach saniert, berichtet Isabel Siebert. Dafür ist ein zweites Unternehmen im Einsatz: die Firma Sarfert aus Werdau. Sie erhielt den Zuschlag des Stadtrates für ihr Angebot von knapp 119 000 Euro. Das vorhandene Bauwerk wird instandgesetzt und teilweise umgebaut. Weil für die Brücke aber das günstigste Angebot teurer als die Kostenberechnung (reichlich 83 000 Euro) ausgefallen war, behielt sich diesmal die Landesbehörde das letzte Wort vor. „Zudem gab es große Differenzen zu den anderen beiden Bietern“, so Bauamtsleiter Dirk Schmidt. Die hatten 220 000 beziehungsweise 326 000 Euro aufgerufen.

Weiter in Großstolpen werden die vorhandenen kommunalen Straßen für den Radverkehr genutzt. Beginnend am ehemaligen Bahnhof verläuft die Baustrecke weitere 1,2 Kilometer bis zum Wirtschaftsweg Pödelwitz und bindet an den Straßen begleitenden Radweg im Zuge der B 176 bei Pödelwitz ein. Im Trassenverlauf werden die kommunalen Straße und Wege im Kreuzungsbereich an den Radweg angepasst und entsprechend ausgebaut.

Seit Anfang des Jahres laufen bereits Vorarbeiten wie die Rodung und Holzung entlang der alten Bahntrasse sowie der Bau von Ersatzhabitaten für Zauneidechsen. Der Radwegbau erfolge nun abschnittsweise, jeweils nach Freigabe der erfolgreichen Umsiedlung der Zauneidechsen. „Die Trasse muss vollständig von den geschützten Tieren abgelesen werden“, erklärt Isabel Siebert. Danach werden die Tiere in die vorbereiteten Ersatzhabitate gebracht. Parallel zum Bauvorhaben werden in unmittelbarer Trassennähe landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen realisiert.

Von Kathrin Haase

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