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Borna Steigerungsfähige Besucherzahlen
Region Borna Steigerungsfähige Besucherzahlen
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14:14 19.05.2015

Das machen die Besucherzahlen im Stadtkulturhaus deutlich. Das hänge sicher auch damit zusammen, dass mit der Verlegung der Konzerte vom "klassischen" Freitag auf den Sonntag, 18 Uhr, eine 50 Jahre lang währende Tradition beendet wurde, wie LSO-Manager Hans-Ulrich Zschoch einräumt.

Die Anrechtskonzerte in Borna sind zu 75 Prozent ausgelastet, was in Zahlen etwa 170 Besucher pro Konzert bedeutet. In den Saal des Stadtkulturhauses würden 250 Leute passen. In Böhlen werden mit 350 bis 400 durchschnittlichen Konzertbesuchern mehr als doppelt so viele Leute gezählt; woran auch die Tatsache, dass der Saal im Böhlener Kulturhauses entschieden größer ist als der Veranstaltungsraum im Stadtkulturhaus, nicht ändere. Ähnlich sieht es bei den Anrechten aus. "In Borna haben wir 77, in Böhlen 92." In Markkleeberg, wo das LSO sonnabends seine Anrechtkonzerte gibt, sind es gar 164 Anrechtsinhaber.

Zschoch räumt ein, dass sich die Bornaer Konzertbesucher durch die Verlegung ihres Konzerttermins aufs Abstellgleis geschoben fühlen könnten. Es sei der Eindruck entstanden, dass nunmehr die Premiumkonzerte in Böhlen stattfinden. Sicherlich gebe es eine gewisse Konkurrenzsituation von Borna und Böhlen, nicht nur was die beiden Kulturhäuser anbelangt, sondern mittlerweile auch durch die Existenz zweier Freundeskreise des Orchesters. Der bisherige LSO-Chefdirigent Frank-Michael Erben hatten dagegen bereits früher darauf verwiesen, dass an sich die dritte Aufführung eines Konzerts in Sachen Perfektion am höchsten einzustufen sei.

Zschoch erinnert daran, dass es für die Verlegung der LSO-Konzerts ins Böhlener Kulturhaus seinerzeit einen konkreten Grund gab: Arbeiten im Stadtkulturhaus, die Veranstaltungen unmöglich machten. Allerdings dürfte niemand von den Verantwortlichen damals geahnt haben, dass das der Beginn einer zumindest gefühlten Akzentverschiebung des LSO sein würde.

Dabei gibt es in Borna, positiv ausgedrückt, durchaus Reserven, was das allgemeine Interesse an den Konzerten des LSO betrifft. "In Borna wächst wenig nach", sagt der LSO-Manager und meint damit, dass ausscheidende Anrechtsinhaber nicht ersetzt würden. "Die Anrechtszahlen in Borna nehmen permanent ab."

Die musikalischen Interessen der Konzertbesucher in Borna seien etwas breiter als an den anderen Spielorten. Zschoch erinnert etwa an Aufführungen zur Weihnachtszeit mit dem Chor des Teichgymnasiums, als es kaum genug Plätze gab. Populäre Klassik, wie sie Erbens Vorgänger Markus Huber und Ruben Gazarian auch mit Operettenabenden oder Filmmusiken ergänzten, habe in Borna immer besonders hoch im Kurs gestanden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.07.2014
Nikos Natsidis

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