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Borna Steineklopfer im Pfarrgarten Kitzen: Bildhauerworkshop für Ferienkinder
Region Borna Steineklopfer im Pfarrgarten Kitzen: Bildhauerworkshop für Ferienkinder
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18:36 07.07.2016
Ferienworkshop im Pfarrhof Kitzen: Unter Anleitung von Bildhauer Sebastian Harbort bearbeiten sieben Kinder und Jugendliche den Cottaer Sandstein – hier schlägt Matteo Koß einen Frosch aus dem Stein. Quelle: Jens Paul Taubert
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Pegau/Kitzen

Im beschaulichen Pfarrgarten von Kitzen hat der Theaterplastiker und Bildhauer Sebastian Harbort (40) diese Woche eine kleine Open-Air-Werkstatt für Ferienkinder eingerichtet. Unterstützt und finanziell gefördert wird das Projekt von der Kirchgemeinde und dem Jugendamt. Sieben Mädchen und Jungen arbeiten hier bis Freitag fünf Tage lang mit Hammer und Meißel, Klüpfel, Spitz- und Zahneisen an ihren Kunstwerken. „Viele bringen eigene Ideen mit“, weiß der Kitzener aus Erfahrung der letzten drei Jahre, „aber eigentlich setzen wir uns am ersten Tag zusammen, ich bringe ein paar Bücher als Anregung mit, und dann fertigen wir Skizzen an.“ Als nächstes formen die Schüler kleine Tonmodelle, bevor sie sich an den Sandstein wagen.

Josephine Bürger (17) aus Löben ist schon das vierte Mal dabei und findet immer wieder großen Gefallen am Bildhauern. „Es ist mal was anderes, als bloß zu zeichnen. Ich male zu Hause sehr gerne und möchte beruflich mal was in Richtung Kunst machen“, sagt die Elftklässlerin vom Groitzscher Wiprechtgymnasium. In den vergangenen Jahren fertigte das Mädchen schon eine Katze, einen Schildkrötenpanzer und eine Eidechse an, die zu Hause im Vorgarten zwischen den Kräutern Platz gefunden haben. Dieses Mal zaubert sie zwei übergroße Eicheln aus dem Sandstein. „Mein Papa hat sich das gewünscht“, verrät die Schülerin, „wegen Ice Age. Er findet das lustig.“

Mit dem Bildhauer-Virus angesteckt hat die Löbenerin auch ihre Klassenkameradin Maria Kraneis (16) aus Pödelwitz. Sie ist zum ersten Mal beim Ferienworkshop dabei und formt einen Totenkopf. „Weil ich Piratenfan bin“, lächelt sie. Wo der mal seinen Platz bekommen soll, weiß sie dagegen noch nicht.

Die Brüder Justin (13) und Mickey Müller (11) aus Pegau haben auf einem Spaziergang mit dem Papa von dem Ferienangebot gelesen und sich daraufhin angemeldet. Mit dicken Schutzbrillen, Hammer und Meißel arbeiten sie nun konzentriert an den Steinen, blicken kaum nach rechts und links. Der Ältere formt einen Mauersegler, der Jüngere ein Boot, das mal am Gartenteich zu Hause stehen soll. Körperlich anstrengend sei die ungewohnte Arbeit für sie nicht. „Für uns ist das nicht schwer“, beteuern Justin und Mickey. „Außerdem bin ich Künstler“, meint der Elfjährige und hat schon Vorstellungen vom späteren Berufsleben: „Mein Bruder macht die Steinarbeit und ich bearbeite das anschließend.“

Für Sebastian Harbort macht die Ar-beit mit den Kindern und Jugendlichen jedes Mal große Freude. Er steht dem Künstlernachwuchs mit Rat und Tat zur Seite, hilft bei kniffligen Stellen selbst mal aus. Zum Tag des offenen Denkmals am 11. September sollen die Kunstwerke im Pfarrgarten ausgestellt werden.

Von Kathrin Haase

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