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Borna Stets ein offenes Ohr
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15:16 08.02.2010
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Groitzsch

„Und so schließe ich nach sieben Jahren und sieben Monaten als bestellter Pfarrer dieses Kirchspiels“, beendete der 42-Jährige seine Predigt, die wie immer ein Spiegel seiner Selbst war – humorvoll, prägnant, eindringlich. Am 1. März übernimmt Ilgner eine Pfarrstelle in der Christuskirche Dresden-Strehlen (die LVZ berichtete).

„War das nicht gerade eben, als wir Bruder Ilgner begrüßt haben“, blickte Superintendent Matthias Weismann in seiner Dankesrede zurück. „Aber wir haben seit vier Jahren gewusst, dass es ab 2010 nur noch einen Pfarrer für das Kirchspiel Groitzsch geben wird. Wir haben es nur immer ein wenig verdrängt.“ Weismann würdigte Ilgners engagierte Arbeit, seine Vakanzvertretungen in Regis-Breitingen und Pegau. „Liebe Familie Ilgner, ihr habt uns gutgetan.“ „Seine Predigten haben wir alle schätzen gelernt“, reflektierte danach Sophie Lippold, die stellvertretende Vorsitzende des Kirchspiel-Vorstandes, den frischen Eindruck. „Er hatte für jeden ein offenes Ohr, ob in der Kirche, im Altersheim oder im Kindergarten.“ Die Bewohner jenes Kindergartens, des „Schilfkörbchens“, hatten sich zum Abschied noch etwas Besonderes ausgedacht. Sie spielten mit selbst gebastelten Requisiten das Gleichnis vom Sämann. Thomas Müller, der Vorsitzende des Fördervereins vom „Schilfkörbchen“, war mit einem großen Blumenstrauß in die Kirche gekommen. „Schade, dass er geht. Er hat uns sehr unterstützt in unserer Arbeit und war jeden Donnerstag im Kindergarten zur Gesprächsstunde zu Gast. Unsere Tochter Lena hat davon zuhause immer viel erzählt.“ Die Chöre von Audigast und Groitzsch sangen zum Abschluss gleichsam symbolisch „...bis wir uns wiedersehen, möge Gott seine schützende Hand über dir halten.“ Ein kleines Wiedersehen gab es dann bereits gleich im Anschluss, denn Pfarrer Ilgner lud seine Gemeindeglieder nach dem Gottesdienst zu Kaffee und Kuchen in die Stadtmühle ein. Schnell war dort jeder Stuhl besetzt an den langen Kaffeetafeln. Die Junge Gemeinde hatte ein Gedicht verfasst; ein Geigen-Ständchen erklang, und erneut musste Friedrich Christoph Ilgner viele Hände schütteln. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen Anteil an meinem Gehen nehmen“, lächelte er gerührt und glücklich. „Es ist ein würdiger Abschied.“

Hartmut Karich

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