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Borna Stiftung unterstützt Sanierung des Schlossteichs in Rötha
Region Borna Stiftung unterstützt Sanierung des Schlossteichs in Rötha
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12:22 22.02.2018
Stiftungsvorstand Stephan Seeger (2.v.l.) schaut sich gemeinsam mit Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn (M.) den Schlossteich an. Mit dabei (v.l.) Martin Fiedler, Presseleiter der Stiftung, Cornelia Zimmermann von der Sparkasse und Bauamtsleiterin Kerstin Haase. Quelle: Jens Paul Taubert
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Rötha

Im kommenden Herbst soll in Rötha die Sanierung des Schlossteiches beginnen. Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig unterstützt das Vorhaben mit 10 000 Euro. Damit engagiert sich die Stiftung erneut für die Stadt Rötha, deren ehemaliges Schloss in der Zeit der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813 für einige Tage als Hauptquartier der gegen Napoleon alliierten Mächte Berühmtheit erlangte.

„Nachdem bereits Projekte um das ehemalige Röthaer Schloss sowie der Schlosspark durch uns gefördert wurden, soll nun auch der Schlossteich seine längst überfällige Pflege erhalten.“ Das sagte Stiftungsvorstand Stephan Seeger, als er dem Röthaer Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) jetzt am Ufer des Teiches den Scheck über die Fördersumme aushändigte. Mit dem Bürgermeister und dem Stiftungsvorstand machten sich Martin Fiedler, der Presseleiter der Stiftung, Cornelia Zimmermann, Leiterin der Sparkassengeschäftsstelle in Rötha, und die städtische Bauamtsleiterin Kerstin Haase ein Bild vom derzeitigen Zustand des Gewässers.

Der Röthar Schlossteich ist nicht nur ein geschütztes Biotop, er ist auch Teil des historischen Ensembles des 1969 gesprengten Schlosses des Freiherren von Friesen und steht unter Denkmalschutz.

Die Arbeiten am Teich werden voraussichtlich im September beginnen. Dann, so der Plan, wird zunächst das Wasser im Teich abgelassen und die Fischbestände werden umgesetzt. Die Entschlammung soll dann in der Frostperiode auf natürlichem Weg beginnen. Parallel dazu sind umfangreiche Sanierungs- und Reparaturarbeiten geplant. So soll die Uferbefestigung des Teiches mit natürlichen Materialien neu gestaltet und der Wasserstand um rund 30 Zentimeter nach unten reguliert werden. Dies soll dem Schutz und der Neubepflanzung der Insel im Teich dienen. Außerdem ist vorgesehen, den Zulauf der Kleinen Pleiße in den Teich zu erneuern. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Februar 2018 beendet sein.

Röthas Bürgermeister machte auf den Wert des Schlossteiches aufmerksam, den dieser über alle Historie hinaus für die Bevölkerung hat: „Neben seinem historischen Wert hat der Schlossteich bis heute wichtige Erholungs- und Naturschutzfunktionen“, sagte Eichhorn. Umso mehr freue er sich, dass jetzt die Sanierung vorgenommen werden könne. Mit dem Geld der Stiftung habe die Stadt die nötigen Eigenmittel, um Fördermittel beantragen zu können. Die Gesamtkosten der Teichsanierung werden mit rund 40 000 Euro veranschlagt.

„Die Bemühungen in der Stadt Rötha, historisch bedeutsame Schauplätze zu erhalten und zu pflegen, begleiten wir schon seit vielen Jahren“, machte Seeger auf die anhaltende Unterstützung der Kultur- und Umweltstiftung aufmerksam. Die arbeitete in der Vergangenheit sowohl mit der Stadt als mit anderen Initiativen wie dem Förderverein „Rötha – Gestern. Heute. Morgen.“ zusammen und unterstützte verschiedenste Projekte mit insgesamt 150 000 Euro.

Hintergrund des Engagements ist das Hauptquartier der Alliierten gegen Napoleon während der Völkerschlacht. Auf Schloss Rötha besprachen Zar Alexander I. von Russland, Kaiser Franz I. von Österreich und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen damals ihr Vorgehen gegen die französischen Truppen.

Von André Neumann

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