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Borna Strategien gegen den Bevölkerungsrückgang
Region Borna Strategien gegen den Bevölkerungsrückgang
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14:16 16.01.2013
Ein Magnet für die Bornaer: der Frischemarkt jeden Dienstag und Donnerstag. Quelle: Günther Hunger
Borna

Jetzt trafen sie sich – erstmals alle gemeinsam – zu einer abschließenden Beratung im Goldenen Stern. Unter dem wieder aufgenommenen Slogan „Borna – Was(s)erleben" will sich die Stadt in der Seenlandschaft des Leipziger Südens etablieren. Drei Leitziele werden dafür konkretisiert: Borna als „lebendige Stadt", als „grüne Stadt" und als „Zentrum". Als „lebendige Stadt" soll sich Borna zum attraktiven und familienfreundlichen Wohnstandort entwickeln, die Innenstadt ein nachgefragtes Zentrum zum Einkaufen und Wohnen sowie für Kultur, Freizeit und Tourismus werden. Das zweite Leitziel hat einen Imagewandel zum Inhalt und lautet „Vom Bergbau zur grünen Stadt". Dazu soll Borna als innovativer Energiestandort und naturnahes Erholungsziel in der neuen Seenlandschaft zwischen Leipzig und Chemnitz etabliert werden. Branchenschwerpunkte, in denen sich Borna wirtschaftlich etablieren soll, sind die Bereiche Gesundheitswirtschaft und Biotechnologie. Unter Leitziel drei soll Borna durch vielfältige Kooperationen mit anderen Kommunen und Regionen zum „Zentrum und Leistungsträger in Westsachsen" werden. Dafür sieht das Konzept die Entwicklung der Stadt zu einem Bildungs-, Sport-, Kultur- und Freizeitstandort mit regionaler Bedeutung und Anziehungskraft für Touristen vor. Zudem sollen Autobahn- und S-Bahnanschluss für schnelle Wege zum „Wohnen, Arbeiten und Relaxen" zwischen Halle/Leipzig und Chemnitz/Zwickau sorgen. Maßnahmen, mit denen die drei Zielen erreicht werden sollen, sind etwa die Bereitstellung attraktiver Grundstücke und Immobilien, die Sicherung eines angemessenen Versorgungsniveaus in den Ortsteilen und die Stärkung der Wohnfunktion in der Innenstadt sowie die Unterstützung der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Wyhra und die Sicherung und Entwicklung touristischer Angebote im Stadtgebiet. Zudem haben Schüler der Dinter-Mittelschule und des Teichgymnasiums Projekte für das Leitbild entwickelt. Sie werden am 29. Januar präsentiert. Die Aufgabe für verschiedene Akteure sei es in den nächsten Jahren, die „Leitlinien mit Leben zu füllen und mit Hilfe konkreter Projekte in die Tat umzusetzen", erklärte Stadtsprecher Sandro Tröger jetzt gegenüber der LVZ. Mit dem Konzept soll auch Problemen wie dem Bevölkerungsrückgang und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. So prognostiziert das IWR bis zum Jahr 2025 einen Bevölkerungsrückgang auf 17 000 bis maximal 18 000 Einwohner in Borna. In 30 Jahren leben den Prognosen zufolge sogar ein Drittel weniger Menschen in Borna als heute. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) würdigte die großen Bemühungen aller Beteiligten. Im übernächsten Monat soll sich der Stadtrat mit dem Strategiekonzept beschäftigen.

Stefanie Dietz

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