Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Streit um Verkauf des Espenhainer Sportplatzes geht weiter

Freizeitanlage Streit um Verkauf des Espenhainer Sportplatzes geht weiter

Rötha will den Espenhainer Sportplatz verkaufen. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Ein Unternehmer aus Markkleeberg stößt mit Plänen für ein Freizeit- und Sportzentrum auf wenig Begeisterung. Die Debatte über die Zukunft des Sportplatzes wurde vorerst ergebnislos vertagt.

In Rötha wird um den Verkauf des Sportplatzes in Espenhain gestritten.

Quelle: André Neumann

Rötha/Espenhain. Der Streit um den Verkauf des Sportplatzes Espenhain ist auf einer gemeinsamen Sitzung des Röthaer Verwaltungsausschusses und des Ortschaftsrates vor rund 25 Einwohnern voll entbrannt. Die Verwaltung will jetzt prüfen lassen, ob die Rechtsaufsicht (Landratsamt) einem Verkauf für die knappe Hälfte des Verkehrswertes zustimmt.

Die Offerte über 100 000 Euro für das rund 60 500 Quadratmeter große Grundstück kommt von der DLC Wirtschaftskanzlei Sachsen GmbH aus Markkleeberg. Roberto de la Cruz stellte die als Zwei-Mann-Unternehmen vor, das vorwiegend Gewerbeimmobilien kaufe, entwickle und vermarkte.

Den Espenhainer Sportplatz will das Unternehmen zu einer teilweise ganzjährig nutzbaren Sport- und Freizeitanlage mit Angeboten in Hallen und Freianlagen machen. Kinderspielhalle- und Funpark, Soccergolf (Fußball über Hindernisse spielen), Crossgolf (Golf auf unebenem Gelände), Driving Range (Abschläge üben), Jumping Halle (viele verschiedene Trampoline und Matten), Laser- und Paintball (Schießspiele), Soccerhalle (Hallenfußball), Cross Segway (Geländefahrten mit dem Zweirad), Kletterwald, Minigolf. Bei all dem soll der Sportplatz frei bleiben für Maifeier und andere Feste, die Kegelbahn könne weiter genutzt werden und auch Schulsport sei möglich. Für die öffentliche Nutzung müsste die Stadt den Platz weiter unterhalten, Kegeln wäre möglich aber nicht mehr kostenlos.

Klar wurde in dem Vortrag, dass de la Cruz das Grundstück nur auf Grund seiner Ideen kaufen will. Investoren für die einzelnen Angebote müssen erst gesucht werden. Das Geschäftsmodell beschrieb er so, dass er beziehungsweise die Gesellschaft die Hallen und Anlagen bauen lasse und dann vermiete. Es würde um Investitionen von mehreren Millionen Euro gehen und bis zu fünf Jahre dauern, bis alles fertig sei.

Dem Unternehmer schlug mehr Misstrauen als Begeisterung entgegen. „Das war eine Show“, sagte etwa Hendrik Reichel von der Linken-Fraktion. Für den Espenhainer Ortschaftsrat formulierte Günter Emsel die Forderungen nach weiterer Nutzung des Geländes für den Schulsport und das Maifest sowie die Weiternutzung der Kegelhalle. „Wir können als Espenhainer nicht alles aufgeben“, nannte er grundsätzliche Bedenken.

Peter Petters (Linke) lehnte den vermeintlich großen Wurf des Markkleebergers aus anderem Grund ab. Er plädierte für einen Verkauf an die Espenhainer Familie Deubel. Die hatte das erste, mit 45 000 Euro aber noch weiter unter dem Verkehrswert liegende Gebot abgegeben. Deubels wollen den Sportplatz für öffentliche Nutzung erhalten und ohne Hallen auskommen, favorisieren mit Fußballgolf eine reine Sommernutzung.

Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) verwies wiederholt darauf, dass das Landratsamt Deubels Gebot als zu gering abgelehnt habe. Auch bei der jetzt vorliegenden Offerte müsse vor dem Verkauf erst das Einverständnis der Rechtsaufsichtsbehörde eingeholt werden.

Ob der Verkauf überhaupt gewollt ist, blieb offen. Uwe Wellmann (CDU) war nicht der einzige, der auch die 100 000 Euro als zu niedrig ansah. Er schlug vor, die Ausschreibung aufzuheben und mit größerer Reichweite neu zu starten. Mit Mindestgebot nach Verkehrswert (208 000 Euro) und klar formulierten Bedingungen.

Tobias Thieme (Rötha Land) ging sogar noch einen Schritt weiter. Er forderte, vor der Vermarktung ein Konzept zu erstellen, um mit Flächennutzungsplanung und Baurecht höherwertiger verkaufen zu können. Die Debatte über die Zukunft des Espenhainer Sportplatzes wurde vorerst ergebnislos vertagt.

Von André Neumann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Borna
Borna in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 62,44km²

Einwohner: 20.382 Einwohner (Dezember 2016)

Bevölkerungsdichte: 326 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04552

Ortsvorwahlen: 03433

Stadtverwaltung: Markt 1, 04552 Borna

Ein Spaziergang durch die Region Borna
  • Sportlerwahl
    Aktionslogo Sportlerwahl Landkreis Leipzig 2017

    Der Kreissportbund Landkreis Leipzig und die Leipziger Volkszeitung suchten die besten Sportler 2017. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

17.02.2018 - 07:19 Uhr

Nachholspiele in der Kreisoberliga Muldental: Auch Gnandstein, Deutzen und Regis-Breitungen kämpfen um Punkte.

mehr
  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • VDE 8 - Alle Infos und Fakten

    Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8: Hier gibt es Infos, Hintergründe und Fotos zum Thema. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr