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Borna „Strom zu konkurrenzfähigen Preisen“
Region Borna „Strom zu konkurrenzfähigen Preisen“
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16:52 19.01.2010
Produktionskoordinator Uwe Schwedler kontrolliert die über etwa 14 Kilometer lange Bandanlage zum Kraftwerk. Quelle: Günther Hunger
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Lippendorf

Auch 2009 war ein erfolgreiches Jahr. 14,1 Milliarden Kilowattstunden wurden in Lippendorf produziert. Das zweitbeste Ergebnis seit der Inbetriebnahme vor zehn Jahren. Frage: Warum verlief das vergangene Jahr so erfolgreich?Joachim Kahlert: Während das Jahr 2003 bisher das erfolgreichste war, hatten wir in den Jahren 2004 bis 2008 einige Stillstände zu verzeichnen und notwendige Revisionen durchzuführen. Durch den Fleiß und das gesammelte Wissen meisterten wir die Technik 2009 hervorragend. Wir erzielten eine Verfügbarkeit des Kraftwerkes von 94,2 Prozent. Das zahlte sich auch für unseren Partner, die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag), aus. Statt der jährlich geplanten zehn Millionen Tonnen Braunkohle nahmen wir 11,5 Tonnen ab.Auch konnten wir unseren anspruchsvollen Plan bei der Versorgung der Stadt Leipzig, der Kommunen Böhlen und Neukieritzsch mit 93 Prozent in puncto Wärme erfüllen. Wir hätten noch mehr leisten können, wenn die Stadt Leipzig mehr Wärme abgefordert hätte. Außerdem ging der Wärmeabsatz am 1. April mächtig in die Knie. Bekanntlich hatten wir bis zum 31. März 2009 einen harten Winter und dem folgten nicht frühlingshafte, sondern sommerliche Temperaturen.Hat sich die derzeitige Wirtschaftskrise schon auf das Kraftwerk Lippendorf ausgewirkt?Wir spürten davon zum Glück noch wenig. Strom erzeugt das Kraftwerk sehr effizient. Wir haben einen sehr hohen Wirkungsgrad. Deshalb müssen wir in Zukunft nicht so viele Co2-Zertifikate dazukaufen. Seit der Inbetriebnahme liefert unser Unternehmen Strom zu konkurrenzfähigen Preisen. Das erfolgt ohne Subventionen. Wir rechnen nicht mit Kurzarbeit und der Entlassung unserer 301 Beschäftigten.Im vergangenen Jahr ereignete es sich zum ersten Mal in der Geschichte des Kraftwerkes, dass beide Blöcke wegen einer Revision und eines Kesselschadens gleichzeitig stillstanden. Damals gab es Überlegungen, die geplante Großrevision im Jahr 2012 vorzuziehen. Ist die Entscheidung in der Zwischenzeit gefallen?Durch Risse im Dampferzeuger des Blockes R mussten wir eine geplante Inspektion vom Mai 2009 auf den April 2009 vorziehen. Dadurch wurde sechs Tage lang kein Strom in Lippendorf erzeugt. Wir haben uns entschlossen, die Hauptrevision des Blockes R um ein Jahr vorzuziehen. Die Vorbereitungen sind dafür bereits angelaufen. 86 Tage dauert sie nach dem gegenwärtigen Stand. Das bedeutet, dass wir ein Viertel weniger Strom an diesem Block 2011 erzeugen könnten. Das ist ein Wirtschaftsfaktor. Deshalb wollen wir die Inspektionsdauer noch verringern.Sie sind im zehnten Jahr der Inbetriebnahme des Werkes. Werden Sie, wie im vergangenen Jahr angekündet, einen Tag der offenen Tür durchführen?Diesen haben wir am 12. Juni in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geplant. Vielleicht heute nur so viel, dass die Guggemusik „Überdosis“ das umfangreiche Programm eröffnen wird. Erstmalig werden unsere beiden Kessel begehbar sein. Dann können sich die Bürger davon überzeugen, dass das Kraftwerk Lippendorf keine Dreckschleuder ist, wie wir leider in der Vergangenheit oft von Leuten zu hören bekamen, die noch nicht einmal den Versuch gestartet haben, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen.

Cornelia Braun

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