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Studienorientierungstag am Gymnasium Borna: 100 Berufe in fünf Stunden

Unternehmen stellen sich vor Studienorientierungstag am Gymnasium Borna: 100 Berufe in fünf Stunden

Mehr als 170 Schüler der Klassenstufen zehn und elf vom Gymnasium Am Breiten Teich in Borna haben den Studienorientierungstag genutzt, sich über verschiedene Berufe und den Weg dorthin zu informieren. Vor Ort waren unter anderem das Sana Klinikum Borna, die Polizei Sachsen und das Siemens Ausbildungszentrum.

Polizeikommissar Markus Hirsch vom Auswahlteam der Polizei Sachsen spricht über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten und die Wege dorthin.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Bei Emily Schmidt könnte es in zwei Jahren in Richtung Sportmedizin oder Ingenieurwesen gehen, bei Norick Knauer eher zu den Geowissenschaften. Doch sicher sind sich die beiden Elftklässler noch lange nicht. Für sie und weitere 170 Schüler ergab sich am Donnerstag die Möglichkeit, verschiedene Berufe und den Weg dorthin kennenzulernen. Das Gymnasium Am Breiten Teich hatte die Schüler der Klassenstufen zehn und elf zum Studieninformationstag eingeladen.

Zahlreiche potenzielle Arbeitgeber stellten sich vor, unter ihnen die Sana Klinik in Borna, die Bergakademie Freiberg, die Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz, das Siemens Ausbildungszentrum sowie die School of Design, Leipzigs Schule für kreative Berufe. Auf dem Stundenplan standen Vorträge über die Studiengänge und Bewerbungstrainings. In fünf Stunden gab es also allerhand über mehr als 100 Berufe zu erfahren. „An dem Tag geht es für die Schüler vor allem darum, die Voraussetzungen für Berufe kennenzulernen und zu schauen, ob die Interessen auch zu einer bestimmten Wahl passen“, erklärte Matthias Schneider, zuständig am Gymnasium für die Berufs- und Studienorientierung. Zum ersten Mal war auch die Lehrer-Ausbildung Thema. „Sachsen braucht dringend Lehrkräfte, zudem zeigen sich viele unserer Schüler interessiert, später einmal selbst Lehrer zu werden“, begründete Schneiders Kollegin Brigitte Pfefferkorn.

Schon deshalb waren die entsprechenden Vorträge der TU Dresden gut besucht. Einen echten Ansturm erlebte aber auch Markus Hirsch vom Auswahlteam der Polizei Sachsen. Etliche Gymnasiasten zog es zu dessen Vortrag über Chancen und Wege zum und im Polizeidienst. „Wer Polizist werden will, hat nach Ausbildung und Studium zahlreiche verschiedene Möglichkeiten“, sagte er. Und die würden von der Hundestaffel über Fachlehrer an einer Polizeifachschule bis hin zur Kriminalpolizei reichen. Wobei das Studium perspektivisch Führungskräfte hervorbringe. Der Slogan „ein Beruf – 1000 Möglichkeiten“ sei laut Hirsch durchaus ernst zu nehmen.

Erstmals präsentierte sich im Gymnasium die Larsen & Toubro Infotech GmbH, ein Leipziger IT-Unternehmen. „Unsere Branche braucht dringend Nachwuchs, in den vergangenen Jahren wurde es versäumt, hier gegenzusteuern“, machte Rajagopalan Venkatesh, Vertriebschef im deutschsprachigen Bereich Europas, deutlich. Umso erfreuter war er, dass sich mehr als 30 Schüler im Vorfeld für sein Angebot eingeschrieben hatten. Zumal nicht nur die Branche nach neuen Talenten suche, sondern auch Larsen & Toubro selbst.

Die beiden Schüler Emily Schmidt und Norick Knauer hatte es in die Info-Veranstaltung der Bergakademie Freiberg geführt. Ein Vortrag beinhaltete vor allem die Geowissenschaften, ein weiterer befasste sich mit Recycling, regenerativen Energien beziehungsweise Elektromobilität. „Gerade das Thema Recycling ist im Kommen, weshalb wir mittlerweile viel mit Autoherstellern zusammenarbeiten“, sagte Hans-Georg Jäckel von der Bergakademie. Denn gerade die Automobilindustrie verwende zahlreiche Rohstoffe, die nicht nachwachsen würden und von daher „dringend wiederverwertet werden müssen“. Erste Berührungspunkte mit dem Ingenieurwesen hatte die 19-jährige Emily Schmidt bereits, allerdings ist auch ihr Interesse für den gesundheitlichen Bereich nicht gering. Ähnlich geht es dem 17-jährigen Norick Knauer, der zwischen den Geowissenschaften und dem Katastrophen- und Hochwasserschutz schwankt. „Wobei ja beides doch in gewisser Weise zusammengehört“, wie er betonte. Etwas Zeit haben die zwei und die anderen Besucher des Studieninformationstags noch, bis sie sich für eine Richtung entscheiden sollten. „Aber der heutige Tag zeigt deutlicher, wohin die Reise gehen kann.“

Von Julia Tonne

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