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Borna Sturmtief Xavier: 6650 Menschen im Landkreis Leipzig ohne Strom
Region Borna Sturmtief Xavier: 6650 Menschen im Landkreis Leipzig ohne Strom
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16:48 06.10.2017
Warten auf den Energieversorger in Eula: Bevor die Feuerwehr loslegen kann, muss der Strom abgeschaltet werden. Quelle: Julia Tonne
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Landkreis Leipzig

Berlin, Potsdam und Hamburg erwischte es schlimmer: Verglichen mit anderen Regionen blieben die Auswirkungen des am Donnerstag über Deutschland wütenden Sturmtiefs „Xavier“ im Landkreis Leipzig relativ gering. Wie am Donnerstag berichtet, blieb es bei Sachschäden, vor allem Bäume wurden entwurzelt. In Borsdorf etwa, unmittelbar am Ortseingang aus Richtung Engelsdorf beschädigte ein armstarker Ast einen PKW. Die Feuerwehr war im Einsatz, die Polizei nahm den Schaden auf. In Cunnersdorf verlor einer der alten Pflaumenbäume seine Krone. „Und ansonsten werfen die Bäume bei einem Sturm vor allem Totholz ab“, sagt Böckmann, der noch am Donnerstagabend einen Kontrollgang unternommen hatte.

Menschen wurden nicht verletzt. Allerdings gab es – bedingt durch herabfallende Äste und umgestürzte Bäume diverse Leitungsschäden – und somit Stromausfall.

Wie die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH gestern auf Anfrage mitteilte, waren im Landkreis Leipzig insgesamt rund 6650 Kunden in den Ortsteilen Böhlen, Breunsdorf, Deutzen, Eula, Gaulis, Gestewitz, Großzössen, Haubitz, Kahnsdorf, Kieritzsch, Kornhain, Lippendorf, Lobstädt, Neukieritzsch, Roitzsch und Witznitz ohne Strom. Nach Angaben von Pressesprecherin Maxi Rudolph verzeichnete das Unternehmen viele Einzelstörungen. „Mehr als 190 Störungen wurden uns gemeldet.“ Der Landkreis Leipzig war ab circa 15 Uhr betroffen. Durch Umschalten auf andere Leitungen und Reparaturen wurden die Kunden wiederversorgt. Wo das nicht möglich war, wurden auch Netzersatzanlagen in Betrieb genommen. Bereits am Donnerstagabend habe es laut Rudolph dann erste Reparaturen gegeben, allerdings nicht in der Höhe. „Das war – windbedingt – zu gefährlich für die Monteure.“

In Deutzen drohte ein Baum auf eine Niederspannungsfreileitung zu stürzen. Um die Schnittarbeiten gestern Vormittag durchführen zu können, musste die Stromversorgung ab circa 8 Uhr bei rund 20 Anschlüssen unterbrochen werden. Gegen Mittag sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann wird die Leitung wieder in den Normalbetrieb überführt. Durch die Störung einer Mittelspannungsleitung in Zschadraß fiel am Donnerstag gegen 17.20 Uhr der Strom nicht nur in diesem Ort, sondern auch in Colditz, Collmen und Bockwitz aus. Der Energieversorger EnviaM schaltete daraufhin auf eine andere Leitung um, so dass laut Rudolph der Strom ab 19.55 Uhr wieder floss. Noch am Freitagnachmittag waren die Mitarbeiter des Unternehmens damit beschäftigt, die genaue Fehlerquelle zu suchen. Sie gehen davon aus, dass die Störung vom Sturm verursacht wurde.

Durch den Stromausfall war am Donnerstagabend eine Druckerhöhungsanlage des Trinkwasserversorgers Oewa im Colditzer Ortsteil Bockwitz ausgefallen, so dass die Einwohner auf dem Trockenen saßen. Im Laufe des Freitagvormittags, so hieß es aus der Niederlassung Grimma, wurde auch dieser Schaden behoben.

Von sg, fp, ia

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