Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Super-Kalb aus Groitzsch für 35.000 Euro versteigert

Top-Genetik-Auktion Super-Kalb aus Groitzsch für 35.000 Euro versteigert

Was sich bei der Top-Genetik-Rinderauktion im niedersächsischen Verden abgespielt hat, kann der Geschäftsführer der Agrar GmbH Auligk aus Groitzsch, Bernd Barfuß, noch heute kaum glauben. Kauflustige Bieter hievten ein rotbuntes Kuhkind aus dem Betrieb auf die Spitzenposition des Abends. Der Hammer für Sunbird fiel bei sage und schreibe 35.000 Euro.

Das Kalb Sunbird aus dem Groitzscher Betrieb Agrar GmbH Auligk wird im niedersächsischen Verden für 35.000 Euro versteigert.

Quelle: www.CATTLE.de

Groitzsch/Verden. Was sich bei der Top-Genetik-Rinderauktion im niedersächsischen Verden vor einigen Tagen abgespielt hat, kann der Geschäftsführer der Agrar GmbH Auligk & Co. KG aus Groitzsch, Bernd Barfuß, noch heute kaum glauben. Kauflustige Bieter hievten ein rotbuntes Kuhkind aus dem Betrieb auf die Spitzenposition des Abends. Der Hammer für die kleine Sunbird, gerade einmal drei Monate alt, fiel bei sage und schreibe 35 000 Euro.

Den Mindestpreis hatte Barfuß, und so ist das bei diesen Auktionen üblich, für sich auf 20 000 Euro festgelegt. Gehofft hatte er auf 25 000 Euro. „Denn schon bei der Labor-Analyse war klar, dass wir mit Sunbird etwas ganz Besonderes haben“, sagt er. Ursprünglich sollte eigentlich die Schwester Satao unter den Hammer kommen. Doch der Wert, den Sunbird bei der Genetik-Analyse erzielte, war so überragend, dass Barfuß kurzerhand mit ihr nach Verden fuhr. Der sogenannte „relative Zuchtwert gesamt“ lag bei 160, im Schnitt erreichen Kälber eher um die 100. Zu der hohen Zahl trägt bei dem rotbunten Kälbchen nicht nur die erwartete Milchmenge bei, sondern unter anderem auch das Exterieur und die Vererbung. Und auch der Auktionator Michael Hellwinkel hatte Sunbird als „das Beste vom Besten, ein richtiges Unikat“ angepriesen.

Sunbird erblickte Anfang Dezember das Licht der Welt. Sie ist das Zuchtprodukt eines Embryo-Transfers. Dabei werden mehreren Kuh-Leihmüttern die Embryonen einer wertvollen Mutter und eines wertvollen Vaters eingesetzt. „Normalerweise bekommt eine Kuh vier bis fünf Kälber in ihrem Leben, damit wir aber für die Zucht mehr Nachwuchs bekommen, greifen wir auf dieses Verfahren zurück“, erklärt Barfuß. So könnten von einer wertvollen Zuchtmutter gleichzeitig vier oder fünf Kälber auf die Welt kommen.

Den Mindestpreis, den die Züchter für sich vorab festlegen, erfahren die Bieter im Vorfeld nicht. Von daher fängt die Auktion auch bei gerade einmal 500 Euro an. Mit 500- oder 1000-Euro-Schritten geht der Preis dann hoch. „Erreicht ein Tier nicht den Mindestpreis, den wir haben wollen, nehmen wir es wieder mit zurück“, sagt der Geschäftsführer der Agrar Auligk. Dieses Prozedere sei bei den Bietern bekannt. Dass Sunbird diesen Rekordpreis erzielt hat, begründet Barfuß zum einen mit der rotbunten Farbe, zum anderen damit, dass das Kalb hornlos ist. Das erspare den Züchtern das Enthornen. Entfernt werden sie, um die Verletzungsgefahr im Stall unter den Tieren zu verringern. Mittlerweile werden aber Kühe extra auf das Merkmal hornlos gezüchtet.

Seit fünf Jahren erst nimmt die Agrar GmbH Auligk an der Auktion in Verden teil. Und bietet auch bei Auktionen selbst mit. So ersteigerte Barfuß vor zwei Jahren in Hessen die Mutter von Sunbird und Satao namens Semira für 11 000 Euro. Dass die Nachwuchstiere versteigert und nicht für die eigene Zucht eingesetzt werden, begründet Barfuß mit der derzeitigen desolaten Situation beim Milchpreis. „Wir brauchen das Geld“, macht er deutlich. Wäre der Milchpreis höher und würde sich der Betrieb rechnen, sei ein Verkauf nicht notwendig.

Mit Sunbird ist es dem landwirtschaftlichen Betrieb aus Groitzsch bereits zum zweiten Mal gelungen, ein Kalb für den Höchstpreis zu verkaufen. Vor zwei Jahren erzielte „Joy“ 20 000 Euro. Und auch im kommenden Jahr will der Betrieb wieder nach Verden aufbrechen. Der nächste Embryo-Transfer ist bereits vollzogen.

Von Julia Tonne

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Borna
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

17.08.2017 - 06:07 Uhr

Zehn Teams kämpfen im Spieljahr 2017/18 um den Meistertitel / Favorit ist die Spielgemeinschaft Burkartshain/Kühren

mehr
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr