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Borna THW-Übung und vielleicht ein Konzert – die letzten Wochen des Bornaer Freibades
Region Borna THW-Übung und vielleicht ein Konzert – die letzten Wochen des Bornaer Freibades
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06:00 17.08.2016
Werden wohl abgerissen, die ehemaligen Umkleidekabinen in der Wyhraaue. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Nur noch einige Monate und dann wird vom ehemaligen Freibad in der Bornaer Wyhraaue nicht mehr viel zu sehen sein. Das Areal, auf dem sich von 1975 bis 2006 das Freibad befand, wird nach dem gescheiterten Bürgerentscheid renaturiert. „In zehn Jahren ist das dann ein FFH-Gebiet“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke), also ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet, das den Vorgaben der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie entspricht.

Am Bürgerentscheid hatten am 22. Mai nur 4128 von 16 509 Wahlberechtigten teilgenommen, womit das notwendige Quorum von 25 Prozent aller Wahlberechtigten verfehlt worden war, obwohl es mehr Ja-Stimmen (2974) als Nein-Stimmen (1259) gab. Im Juni hatte der Stadtrat den Rückbau des Freibades beschlossen (die LVZ berichtete).

Vor einigen Wochen war das Freibad zu einer Art Steinbruch geworden. „Es gab Anfragen von Leuten, die sich dort Wegeplatten holen wollten“, so die Rathauschefin. Dafür gab die Stadt grünes Licht, so dass Interessenten dort tatsächlich ihren speziellen Rohstoffbedarf decken konnten, „wobei wir einen Mitarbeiter des Wirtschaftshofes mit vor Ort hatten“ – aus Sicherheitsgründen.

Derzeit liegt die Anfrage eines Konzertveranstalters vor, der das einstige Bad als Veranstaltungsort für ein Konzert nutzen will. Das Freibad war in den Jahren nach seiner Schließung bis zu diesem Jahr immer Anfang Mai Location für den „Rock am Kuhteich“, eine Veranstaltung des eigens dafür gegründeten Vereines Kulturdesign, die vor allem in späteren Jahren zahlreiche Besucher anlockte.

Ende des Monats will die Bornaer Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) zu einer Übung in die Wyhraaue ausrücken. Luedtke: „Da soll der Mauerdurchbruch geübt werden“, und dafür eigne sich die Restbebauung des Freibades schon deshalb, weil verwendungsfähige Ruinen 26 Jahre nach der Wiedervereinigung längst Mangelware geworden sind. „Und dann kommt die Planierraupe“, macht die Oberbürgermeisterin klar. Letztlich komme so gut wie alles, was aus Beton ist, weg. In der Perspektive dürfte auf dem Gelände des Freibades, das in den 60er-Jahren im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) gebaut wurde und über Planschbecken, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken verfügte, ein zweiter Kuhteich entstehen. Und zwar zwangsläufig, wie die Oberbürgermeisterin klarmacht. Auch wenn das THW in früheren Jahren nach der Schließung Wasser aus den Becken gepumpt habe, „war es nach ein paar Tagen wieder da“.

Neuerliche alternative Nutzungen des Areals seien jedenfalls ausgeschlossen. „Etwas anderes darf dort nicht gebaut werden.“ Immerhin führt der Radweg in Richtung Frohburg durch das Gelände. Zudem stehen einige Bänke dort, auf denen sich Spaziergänger niederlassen können.

Von Nikos Natsidis

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