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Tafelprojekt eingedampft

Tafelprojekt eingedampft

Das Geld ist knapp. Viele Projekte wurden ganz gestrichen, andere mächtig eingedampft. Dazu gehören die Tafelgärten. Die Idee: Hartz-IV-Empfänger bewirtschaften brachliegende Gärten.

. Sie graben um, pflanzen, gießen und ernten. 25 Stunden pro Woche kommen sie so wieder in ein Beschäftigungsverhältnis und erhalten neben dem Arbeitslosengeld einen Euro pro Stunde. „Im vergangenen Jahr waren es noch 1,25 Euro, auch hier wurde gekürzt", sagt Eberhard Böhme, Mitarbeiter des Leipziger Fördervereins pro Kinder und Jugendliche, der das Tafelprojekt in der hiesigen Region betreut.

Nur noch neun Arbeitslose in Pegau und acht in Groitzsch arbeiten in dieser Saison in den Gärten. „Vom Jobcenter konnte nicht mehr Geld bewilligt werden, die sind selbst nicht zufrieden damit. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr besser wird", so Böhme.

Eigentlich wollte sein Verein das Projekt sogar noch ausbauen. Kirschen, Pflaumen, Äpfel, Gurken, Bohnen, Salat, Johannisbeeren, Radieschen und Tomaten sollten nicht nur in die ortsansässigen Kindereinrichtungen gebracht werden. Es sollte im Raum Groitzsch-Pegau schon in diesem Jahr eine richtige Tafel entstehen, wo Bedürftige sich an einem bestimmten Tag kostenlos mit frischem Obst und Gemüse versorgen können. „Das haben wir auch weiter im Blick", meint der Vereinsmitarbeiter. „Wir müssen aber jetzt erst mal versuchen, mit den wenigen Leuten das Beste daraus zu machen."

Der Job ist beliebt. „Die Leute kommen raus, haben Kontakt zu anderen, machen eine sinnvolle Arbeit und verdienen noch ein bisschen Geld dazu", zählt Böhme die Vorteile auf. Viele würden bei seinem Verein wegen dieser Ein-Euro-Jobs anfragen. Doch der Verein könne niemanden einstellen und nur auf die Vermittler im Jobcenter verweisen.

Wenn auch derzeit auf Sparflamme, das Projekt läuft jetzt im vierten Jahr. Darüber freut sich zum Beispiel der evangelische Kindergarten Schilfkörbchen in Groitzsch. „Wir haben in dieser Woche Erdbeeren, Kirschen und Kohlrabi bekommen. Das verwenden wir fürs gesunde Frühstück oder als Kompott für die Kinder", sagt Erzieherin Christiane Müller. Frisches Obst und Gemüse aus Gärten gleich um die Ecke – das sei doch „wunderbar".

Claudia Carell-Domröse

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