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Tierheim Oelzschau sucht seit 15 Jahren guten Draht zur Öffentlichkeit

Fundtiere Tierheim Oelzschau sucht seit 15 Jahren guten Draht zur Öffentlichkeit

Seit 15 Jahren betreibt der Tierschutzverein Leipziger Land das Tierheim in Oelzschau. viel Geld ist seitdem in die Verbesserung der Haltungsbedingungen geflossen. Ein gutes Verhältnis zur Öffentlichkeit und zur Nachbarschaft ist für Vereinsvorsitzende Elvira Henkel besonders wichtig.

Wie diese beiden haben die meisten Hunde im Tierheim Oelzschau viel Auslauf. Allein in einem Zwinger müssen sie nur während der 28 Tage dauernden Quarantäne sein.

Quelle: André Neumann

Rötha/Oelzschau. Hunde und Katzen sind das Hauptgeschäft im Tierheim Oelzschau. Doch manchmal findet hier auch manch kleineres Tier eine vorübergehende Bleibe. Kürzlich gab jemand einen ihm zugeflogenen Wellensittich ab. Auch Zwergkaninchen oder Meerschweinchen werden angenommen. Das kommt häufiger im Herbst oder Winter vor, wenn die Tiere nicht mehr draußen bleiben können, der Halter im Haus aber nicht weiß, wohin damit. Vögel gehen dagegen eher im Sommer verloren, wenn sie durchs offene Fenster davonfliegen.

Seit 15 Jahren betreibt der Tierschutzverein Leipziger Land das Tierheim in Oelzschau, das sich damals bereits auf dem zu einem ehemaligen Serumwerk gehörenden Gelände befand. „Angefangen haben wir mit zehn alten Hunden und ohne Geld“, erinnert sich Vereinsvorsitzende Elvira Henkel. In den vergangenen 15 Jahren wurde „gebaut, gebaut und gebaut“. Wobei mit den Investitionen nahezu ausschließlich die Haltungsbedingungen für die bis zu 70 Hunde und mindestens 45 Katzen verbessert wurden, die das Tierheim aufnehmen kann. Erst in diesem Jahr soll auch einmal Geld investiert werden, dass direkt den sechs Mitarbeitern um Tierheimleiter Oliver Fass zugute kommt. Es sollen der Sanitärtrakt für Mitarbeiter und Besucher sowie auch der Besucherraum erneuert werden.

Kurioses gibt es auch im Tierheim

Kurioses gibt es auch im Tierheim: Diese Katzenmama hat es sich mit ihren Jungen im Körbchen gemütlich gemacht. Nur weiß man nicht, ob es wirklich ihre sind. Es gibt nämlich noch eine zweite Katzendame, die sich rührend um die Kleinen kümmert und die immer in der Nähe ist. Die beiden Katzen und sieben Babys waren gemeinsam gefunden und ins Tierheim gebracht worden.

Quelle: André Neumann

Besucher sind ohnehin gern gesehen im Tierheim. Egal, ob sie sich umsehen wollen, ob sie sich für ein Tier interessieren und sich beraten lassen wollen oder ob sie mit den Hunden gassi gehen. Das tut mittlerweile ein fester Stamm von 20 Tierfreunden, übers Jahr zählt Elvira Henkel bis zu 100.

Die Öffnung nach außen hat einen Grund: „Unsere erste wichtige Erkenntnis nach der Übernahme des Tierheimes war, dass wir mit der Öffentlichkeit arbeiten müssen“, sagt die Vereinschefin. Auf diese Weise ist es über die Jahre auch gelungen, ein „absolut friedliches“ Verhältnis mit dem Ort zu haben, selbst mit den unmittelbaren Nachbarn gebe es keine Konflikte, freut sich Elvira Henkel.

Beschwerden gab es ab und zu über Hundekot auf Wegen. „Das kann ich verstehen, deswegen wirken wir auf unsere Gassigeher ein“, sagt Elvira Henkel. Hundekot gehört in eine Tüte und die dann auch nicht einfach in einen öffentlichen Abfalleimer. Auf Aushängen im Tierheim wird außerdem darauf hingewiesen, dass die Landwirte es nicht mögen, wenn mit den Hunden über ihre Felder spaziert wird. Wer gegen diese Regeln verstößt, sagt die Vereinsvorsitzende, bekommt keinen Hund mehr.

Zweimal im Jahr feiert das Tierheim ein Fest. In diesem Jahr war nach 15 Betriebsjahren ein besonderer Anlass und es kamen über den Tag verteilt 350 bis 400 Besucher. Aus der öffentlichen Wahrnehmung und Anerkennung erwächst auch die dringend nötige öffentliche Unterstützung. Bei einem jährlichen Finanzbedarf von rund 200 000 Euro, davon allein 3000 bis 4000 Euro monatliche Futterkosten und ein täglicher Futterbedarf von 30 bis 50 Kilo allein für die Hunde, spielen Tierpatenschaften und Spenden nämlich eine wichtige Rolle. Das Geld, welches das Tierheim aus Verträgen mit Kommunen über die Abnahme von Fundtieren erhält, reiche laut Henkel nämlich nur drei Monate.

Weitere Einnahmen sind die Schutzgebühr, die bei Vermittlung eines Tieres erhoben wird, Einnahmen aus der Hundepension mit fünf Zwingern, Einnahmen für Bestattungen auf dem Tierfriedhof, Mitgliedsbeiträge und Fördermittel, die es für das Kastrieren frei laufender Katzen gibt.

Von André Neumann

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