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Kabeldiebe sind in der letzten Woche verstärkt in Borna unterwegs gewesen. Dabei haben sie am Wochenende selbst das Rathaus nicht verschont. Dort wurden mehrere Meter Fallrohr gestohlen, wie die Polizei gestern mitteilte.

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Weg ist es: Am Rathaus montierten übers Wochenende Fallrohre. Die Kupferrohre werden durch Rohre aus Plaste ersetzt.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Der Schaden wurde gestern gegen 6.30 Uhr entdeckt. Auch in der Heinrichstraße und der Bahnhofstraße sowie in der Brauhausstraße wurden Fallrohre abmontiert. Die Hoffnungen, den Tätern auf die Spur zu kommen und sie dingfest zu machen, sind aber nach Polizeiangaben eher gering.

Bereits am Freitag war am Rathaus festgestellt worden, dass Unbekannte dort versucht hatten, Schrauben und Schellen, mit denen die Rohre befestigt sind, zu lockern, sagte Sprecherin Katharina Geyer von der Polizeidirektion Leipzig. Gestern Morgen waren die Rohre ebenso weg wie an der LVZ-Geschäftsstelle und an der Sparkasse. Dabei sei es gut möglich, dass die Diebe den gesellschaftlichen Ausnahmezustand angesichts des WM-Spiels Deutschland gegen Ghana genutzt hätten. Zu diesem Zeitpunkt ruht das öffentliche Leben bekanntlich auch in Borna.

Die Diebe hatten bereits in der letzten Woche in Borna zugeschlagen. So wurden Fallrohre im Innenhof des Goldenen Stern gestohlen. Sowohl hier als auch nach den Diebstählen vom Wochenende lasse sich der Schaden finanziell noch nicht beziffern, so Polizeisprecherin Geyer. Das habe mit den täglich wechselnden Preisen für Kupfer zu tun. Es gebe aber ausreichend Möglichkeiten, Kupfer gewinnbringend zu veräußern. Im Leipziger Norden existiere sogar eine Nachtannahmestelle für das begehrte Material, bei dem das Kupfer in einen Automaten eingeworfen werde und eine Zettel mit dem entsprechenden Geldbetrag ausgedruckt werde, der später eingelöst werden könne.

Die Polizei, die auch um Zeugenhinweise bittet, gehe davon aus, dass hinter den Kupferdiebstählen weniger Drogenabhängige stecken, die auf diese Weise an Geld für ihren Stoff kommen wollen, so Geyer weiter. Es deute vieles auf größere Organisationen hin. Auch deshalb war kürzlich eine Ermittlungsgruppe Kupfer beim Landeskriminalamt gegründet worden.

Dennoch ist es eher die Ausnahme, wenn Kupferdiebe geschnappt werden. So geschehen am Sonntag gegen 2 Uhr in Rötha. Dort erwischte die Polizei einen 17-Jährigen, der zuvor mit einem Kumpanen Rohre an einem Haus in Kahnsdorf abgebaut hatte. Als die Diebe am Nachbarhaus weitermachen wollten, wurden sie vom Eigentümer bemerkt, der die Polizei benachrichtigte. Die Ordnungshüter entdeckten am Ortseingang Rötha zwei Radfahrer, von den sie einen stellen konnte. Er war auf der Flucht vor der Polizei gestürzt gestand den Diebstahl.

Was den Diebstahl von Kupferrohren am Rathaus anbelangt, so hat Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) jetzt eine Konsequenz angekündigt. Zwar werden die fehlenden Rohre selbstverständlich ersetzt. Allerdings durch Rohe aus Plaste.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.06.2014
Nikos Natsidis

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