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Borna Tolles Pegauer Altstadtfest
Region Borna Tolles Pegauer Altstadtfest
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13:30 03.09.2012
Das Pegauer Altstadtfest lockte am Wochenende zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Quelle: Kathrin Haase
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Pegau

Eine Gruppe engagierter Pegauer hatte beschlossen, das Fest mit einem gelebten Ausflug in die Historie zu bereichern und erntete für Wiprechts denkwürdige Doppelhochzeit viel Beifall und Lob. „Wir haben lange in der Geschichte gesucht und uns für das frühe Mittelalter entschieden", sagt Initiatorin Beate Niedzballa. Es ist überliefert, dass Pegaus Klostergründer, Wiprecht II., vor 902 Jahren Kunigunde von Beichlingen ehelichte und am selben Tag seinen Sohn Wiprecht III. mit Kunigundes Tochter Kunigunde verheiratete. Kunigunde die Jüngere, versteht sich, wie der Herold lautstark verkündete. In seinem braunen Rock steckte Karnevals-Ikone Uwe Heimann, der die ganze Prozedur humorvoll begleitete.

Pegau. Weit öffneten sich am Sonnabend die großen Türen ins Jahr 1110. Die Altstadtfest-Besucher standen dicht gedrängt vor der Pegauer Laurentiuskirche, um eine illustre Gesellschaft in farbenprächtigen Gewändern zu begrüßen. Eine Gruppe engagierter Pegauer hatte beschlossen, das Fest mit einem gelebten Ausflug in die Historie zu bereichern und erntete für Wiprechts denkwürdige Doppelhochzeit viel Beifall und Lob.

Die historiengetreuen Kostüme hatten der Markgraf und sein Gefolge unter Anleitung von Beate Niedzballa in wochenlanger Arbeit größtenteils selbst genäht (die LVZ berichtete) und sich für die Premiere ihres Festauftritts viele Freunde und Partner ins Boot geholt. So nahmen an der langen Tafel vor dem Napoleonhaus auch die Klostermönche Bruder Dietmar und Bruder Kai Platz. „Eine tolle Idee, da haben wir gerne mitgemacht, als uns Beate Niedzballa ansprach", genoss Groitzschs Heimatvereins-Chef Dietmar Schäfer zusammen mit Kai Rausch bei bestem Spätsommerwetter die stimmungsvolle Atmosphäre. Inklusive Bewirtung natürlich, stilecht zelebriert unter anderem von Sabine und Klaus Zwer. Sie sind Pegauer Urgesteine, lieben ihre Heimatstadt, „und wir sind schon seit der 900-Jahr-Feier 1996 immer in unseren historischen Gewändern bei den Festen dabei", blickt Sabine Zwer zurück. „Als wir gefragt wurden, ob wir hier die Bewirtung übernehmen würden, haben wir natürlich Ja gesagt", ergänzt Ehemann Klaus. Eine Augenweide war die tänzerische Unterstützung durch den Pegauer Karneval-Klub.

Als die Hochzeitsgesellschaft nach dem Mahl zu einem Rundgang um die Kirche aufbrach, luden die Funkengarde in Renaissance-Kleidern und der Tanzclub Rot-Weiß in Barock-Gewändern zu einer Zeitreise ein. „Den Renaissance-Tanz haben wir extra für das Altstadtfest einstudiert", erzählt Vivien Schiebold. Der barocke Reigen gehöre zum Repertoire des Tanzclubs, so Ines Großmann. „Die Kostüme haben wir alle selber genäht." Beate Niedzballa saß am späten Nachmittag zufrieden an der Tafel. „Die Resonanz war sehr gut, die Leute hatten ihren Spaß. Ich denke, dass wir so etwas wieder auf die Beine stellen können."

Hartmut Karich

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