Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Tonnenweise Bier geht weg wie warme Semmeln
Region Borna Tonnenweise Bier geht weg wie warme Semmeln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:07 04.08.2013
Christopher, Jens, Christian, Carolin und Vasim (v. l.) stoßen auf das Festival an. Quelle: Julia Tonne

Für die entsprechende Abkühlung hatte Falk Opelt, Vorsitzender vom Verein zur Erhaltung und Betreibung des Volksplatzes, gesorgt.

Und auch die Besucher hatten vorgesorgt, um das ganze Wochenende durchfeiern zu können. Die Camper hatten Wasserkanister mitgebracht und sich mit Sonnencreme eingedeckt. "Die Hitze stört uns nicht, waschechte Festivalfans wie wir lassen sich die Laune nicht vermiesen, mag es brütend heiß sein, in Strömen regnen oder auch schneien", stellt Carolin klar, die mit ihren Freunden aus Suhl und Ilmenau gekommen ist. Auch die fehlenden Duschmöglichkeiten sind kein Grund für die Jugendlichen, nicht zu kommen. "Wir haben genug Deo mit und duschen ansonsten unter dem Kanister", sagt Jens.

Borna. Brütende Hitze im Zelt, vor dem Zelt, auf der Bühne und davor: doch erfahrene Festival-Gänger schrecken solche Wetterbedingungen nicht. Hunderte Besucher zog es am Freitag zu den ersten Konzerten von Borna Open Air auf den Volksplatz. Für die entsprechende Abkühlung hatte Falk Opelt, Vorsitzender vom Verein zur Erhaltung und Betreibung des Volksplatzes, gesorgt.

Nebenan setzt gerade Daniel Latendorf genau das um, was Jens gerade erzählt: Er lässt sich das kühle Nass von Kumpel Kevin Enge über den Kopf schütten. Beide kommen aus Borna, übernachten aber auf dem Zeltplatz. Hier seien sie unter Freunden und könnten "feiern, bis es nicht mehr geht". Sie sind vor allem wegen der Band Saitenfeuer da, "die lassen es auf der Bühne so richtig krachen". In Feierlaune ist auch Desire Jungnickel. Allerdings hält sie sich etwas zurück und bevorzugt für die Nacht auch das heimische Bett. Immerhin ist die junge Frau im vierten Monat mit Zwillingen schwanger. Die zweite Auflage von Borna Open Air lässt sie sich dennoch nicht entgehen, "dafür hat man hier zu viel Spaß", sagt sie, die im vergangenen Jahr schon hier war.

Neben Saitenfeuer lockt am Freitag die Band "Straße 8", deren Mitglieder "schon Freunde vom Verein sind", betont Opelt. Zudem gebe es eine riesige Fangemeinde. Ohnehin bringe jede Band ihre eigenen Anhänger mit. Und die müssen schließlich alle versorgt sein bei der Hitze. Daher erlaubt es der Verein, dass jeder sein Wasser auf das Gelände mitnehmen darf. "Ohne alkoholfreie Getränke geht es nicht, sonst hält man die Tage nicht durch", erklärt auch eine Mitarbeiterin vom Deutschen Roten Kreuz, die vor Ort ist, aber bisher nicht eingreifen muss.

Im Vorfeld des Festivals hatte Opelt zweieinhalb Tonnen Bier geordert. Und die gehen schon am Freitag weg wie warme Semmeln. Viele der 800 Bratwürste warten jedoch noch auf ihre Esser, "Hunger haben wir eher nicht", sagt Jörg Blocks. Dass der aber später kommt, wenn es kühler ist, ahnen Tobias, Robert und Lukas. Sie kämpfen auf dem Zeltplatz mit dem Aufbau ihres neuen Grills. An alles haben die drei gedacht, nur nicht an einen Schraubendreher. "Aber bis Mitternacht haben wir es bestimmt geschafft", ist sich Tobias sicher, der schraubt, während seine Freunde gute Ratschläge geben. Und als Belohnung warte dann ein Mitternachtsbüfett.

Opelt ist sich sicher, das Festival im nächsten Jahr wieder auf die Beine zu stellen. Der Zuspruch gibt ihm recht. Gerade die kleinen Open-Air-Konzerte locken Besucher. "Hier ist es sehr familiär, und das ist genau das, was wir so toll finden", erklärt Vasim. Viel größer dürfe es seiner Ansicht nach aber nicht werden, "sonst ist die Atmosphäre hin".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.08.2013

Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Röthas Stauseepiraten hatten am Sonnabend ihr Domizil am Heimatgewässer mit viel Liebe zum Detail in eine Hochburg für Fans der Seeräuberei verwandelt. Anlass: die Feier des fünften Geburtstags, zu dem alle Röthaer und Freunde des Wassersports eingeladen waren.

04.08.2013

Es vergeht zurzeit kaum ein Tag ohne eine symbolische Scheckübergabe. Acht Wochen nach der Flut wird die Stadt Pegau nach wie vor finanziell stark unterstützt.

19.05.2015

Das Ende des einstigen Vorzeigeprojektes Medios ist längst besiegelt. Nach dem nächsten Schuljahr wird es im Leipziger Südraum nicht weitergeführt. Gestern aber wurden vor dem Verwaltungsgericht in Leipzig noch einmal die Medios-Anfänge aufgerollt.

19.05.2015
Anzeige