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Borna Torgaus Ex-Oberbürgermeisterin wird Vize-Stadtchefin in Borna
Region Borna Torgaus Ex-Oberbürgermeisterin wird Vize-Stadtchefin in Borna
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13:52 05.02.2016
Andrea Staude. Quelle: André Neumann
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Borna

Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Torgau, Andrea Staude (SPD), bekommt den zweithöchsten Posten in der Bornaer Stadtpolitik. Die 55 Jahre alte Politikerin wurde vom Stadtrat mit deutlicher Mehrheit zur Beigeordneten gewählt. Sie war am Donnerstagabend die einzige Kandidatin und erhielt 20 Stimmen, vier Stadträte votierten gegen sie, einer nahm wegen Befangenheit an der geheimen Wahl nicht teil.

Offenbar um eine Kampfabstimmung zu vermeiden, hatten sich die Fraktionen im Vorfeld der Sitzung darauf geeinigt, Andrea Staude als einzige Bewerberin in den Stadtrat einzuladen. Dort stellte sie sich Abgeordneten und Gästen vor, Fragen musste sie vor ihrer Wahl nicht mehr beantworten.

Andrea Staude stand 14 Jahre an der Spitze der Stadtverwaltung Torgau, bis sie im vorigen Juni ihrer CDU-Herausfordererin knapp unterlag. Als Diplombauingenieurin und frühere selbstständige Unternehmerin kenne sie öffentliche Bauvorhaben aus beiderlei Sicht. Viele Erfahrungen bringe sie auch mit bei der Arbeit mit EU-Fördermitteln. In dem Zusammenhang verwies sie darauf, dass Borna ins neue Efre-Förderprogramm aufgenommen worden sei. In Torgau sei es ihr zudem oft gelungen, zusätzliche Mittel des Freistaates zu beschaffen, wofür eine gewisse „Kreativität durchaus angebracht“ sei, wie sie sagte. Staude warf auch Erfahrungen beim Erstellen von Bebauungsplänen unter Zeitdruck in die Waagschale, und sie habe Führungsstärke auch in Katastrophensituationen bewiesen.

In ihrer Vorstellung ging die nach wie vor in Torgau lebende Politikerin auch auf Bornaer Befindlichkeiten ein, von denen sie als Zuhörerin in der Stadtratssitzung einige mitbekam. Nicht ohne spürbaren Hintersinn betonte sie, dass sie auf ein offenes und faires Miteinander setze und eine „vergiftete Atmosphäre nicht schätze“, dass sie aber auch „Empfindungen von Stadträten“ nachvollziehen könne. Vor ihrer Zeit als Oberbürgermeisterin war Staude selbst zehn Jahre Stadträtin in Torgau. Als ein erster Kommentar zu einer aktuellen Bornaer Debatte durfte auch der Hinweis verstanden werden, dass zu ihren Erfahrungen „übrigens auch der Bau einer Schwimmhalle mit Außenbecken“ gehöre.

Wann Andrea Staude ihr Amt in Borna antritt, ist noch offen. Konkrete Vorbereitungen sind in der Verwaltung wegen des bis zuletzt völlig offenen Wahlausgangs offenbar noch nicht getroffen worden.

Von André Neumann

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