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Borna Trägt der Boden - oder nicht? Eine Frage, zwei Sichten
Region Borna Trägt der Boden - oder nicht? Eine Frage, zwei Sichten
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13:56 19.05.2015

Ebenso zurückhaltend gab sich Volker Uhlich, Geschäftsführer des Burgstädter Bauunternehmens, das den Auftrag hat. Der um Wochen verzögerte Start hängt mit dem komplizierten Baugrund zusammen. Trotz neuerlicher Gutachten herrscht über dessen Tragfähigkeit kein Einvernehmen.

"Ein öffentlich bestellter Sachverständiger hat die Situation noch einmal geprüft. Er hat uns bestätigt, dass der Baugrund tragfähig ist", sagte gestern der Bad Lausicker Bürgermeister Josef Eisenmann auf LVZ-Nachfrage. Schon seit dem 2. Juni seien aus Sicht der Stadt jene Bedenken, welche die nach einer Ausschreibung beauftragte Firma Uhlich geltend gemacht habe, ausgeräumt. Dennoch habe man in dieser Woche noch einmal einen Experten in die Spur geschickt. Die Firma habe die Sorge geäußert, die Stützen für die Halle nicht ordnungsgemäß montieren zu können, benannte Eisenmann den Knackpunkt. Die Betonsäulen, schon angeliefert, ehe Mitte Mai Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) den offiziellen Grundstein für das Drei-Millionen-Euro-Projekt legte, stehen und liegen seither unverändert auf dem Platz.

Das Burgstädter Unternehmen hat seine Aktivitäten vorerst eingestellt. Die Argumente und Nachweise der Stadt scheinen die Bauleute nicht zu überzeugen. Auf das Angebot, einen weiteren Gutachter von außen hinzuzuziehen, seien die Burgstädter bislang nicht eingegangen, so der Bürgermeister: "Wir warten jetzt ab, ob die Firma bis Mittwoch mit dem Bau beginnt."

Ob sie das tut, Geschäftsführer Volker Uhlich wollte sich da gegenüber der LVZ nicht festlegen. "Wir sind daran interessiert, so schnell wie möglich zu bauen", sagte er. Bis gestern allerdings habe es die Stadt aus seiner Sicht nicht vermocht, alle begründeten Bedenken auszuräumen: "Bis Mittwoch kann das noch werden - oder auch nicht."

Was im negativen Fall geschieht, Josef Eisenmann will sich das gar nicht ausmalen: "So etwas, das hatten wir noch nicht." Zwangsläufig würde sich der schon jetzt immense Zeitverzug weiter auswachsen. Nicht nur die Fertigstellung der Halle, auf die Oberschule und Sportvereine dringend warten, rückte zeitlich weiter nach hinten. Die anderen Gewerke, die bereits gebunden seien, kämen in Bedrängnis, wenn sie nicht bald loslegen könnten. Dass es Stadt und Bauplaner im Vorfeld versäumten, die Tragfähigkeit des Baufeldes ausreichend zu prüfen, diesen Verdacht wies der Bürgermeister gestern noch einmal zurück: "Es hat eine Untersuchung gegeben. Das Gutachten war Grundlage für unsere Ausschreibung. Auf seiner Basis haben wir festgelegt, wie die Gründung der Halle auszuführen ist."

Nach Rücksprache mit dem Ältestenrat des Stadtrates übt das Bad Lausicker Rathaus sich jetzt im Abwarten - bis Mittwoch, 24 Uhr. Die Bauaufsicht des Landeskreises Leipzig und das Land Sachsen als Fördermittelgeber - immerhin eine Million Euro - sind in das Prozedere bisher nicht einbezogen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2014
Ekkehard Schulreich

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