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Borna Trend geht zum Laib aus Urgetreide
Region Borna Trend geht zum Laib aus Urgetreide
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18:06 09.10.2018
Brotprüfung in der VR Bank in Borna: 24 Brote testen Michael Isensee (l.) und Sven Claus. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Die Stunde der Wahrheit kommt nach 24 Stunden. Dann erst erweist sich, welche Qualität ein Brot hat. Denn: „Frisches Brot schmeckt immer“, machte Michael Isensee, seines Zeichens Qualitätsprüfer des Deutschen Brotinstituts, am Dienstag bei der öffentlichen Brotprüfung der Bäckerinnung Landkreis Leipzig/Nordsachsen in der Filiale der Leipziger Volksbank in der Bornaer Bahnhofstraße klar. Dort nahm der Experte insgesamt 24 Brote von Bäckern aus dem Leipziger Land unter die Lupe.

Trend zu Urgetreidesorten

Verkostet wurden vor allem Roggenmischbrot, hierzulande die am häufigsten vorkommende Brotsorte, aber auch Baguette sowie Weizen- und Waldstaudenbrote. Letzteres Zeichen eines Trends, der darin besteht, wieder so genannte Urgetreidesorten zu verwenden - Getreide, das unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren verbacken haben. Was dabei herauskam, „hat mit unserem Brot heute aber recht wenig zu tun“, so Isensee. „Das war eher so eine Art Fladen.“ Der Grund: Es fehlte Weizen als Klebstoff.

Weniger Nachfrage nach Malfabrot

Bei der Prüfung gestern ging es um Form und Aussehen der Brote ebenso wie um deren Oberfläche, Lockerung und Krustentiefe und nicht zuletzt um den Geruch und das Aroma. In der Reihenfolge Fühlen, Sehen, Riechen und Schmecken nahm sich Prüfer Isensee die Backwerke vor und beurteilte sie. Bleibt die Frage, was ein gutes Roggenmischbrot ausmacht? Isensee: „Es ist gut aufgebacken, kastanienfarben und hat eine Krustentiefe von drei Millimetern.“ Roggenmischbrot wird bundesweit am meisten verzehrt. Dagegen seien Malfabrote, wie es sie zu DDR-Zeiten gab und wie sie besonders in Sachsen und Thüringen gern verspeist wurden, mittlerweile weniger nachgefragt.

Weitere Prüfungen in Grimma und Torgau

Die Brotprüfung am Dienstag in Borna war nur der Auftakt zu einem Prüfungsreigen. Öffentliche Brotprüfungen finden auch am 18. Oktober in der Volks- und Raiffeisenbank am Grimmaer Markt sowie einen Tag später im Beratungscenter der Leipziger Volksbank in der Torgauer Kurstraße statt. Die Prüfungen, bei denen Besucher willkommen sind, erfolgen jeweils in der Zeit von 9 bis 14 Uhr.

Von Nikos Natsidis

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