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Borna Treuhandkonten mehrerer Deutzener Eigentümergemeinschaften gepfändet
Region Borna Treuhandkonten mehrerer Deutzener Eigentümergemeinschaften gepfändet
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11:44 25.10.2009
Deutzen

Eine erste Stellungnahme zu der Problematik gab vergangene Woche Bürgermeisterin Marika Nowak. Im Gemeinderat teilte sie mit, dass die Treuhandkonten der Eigentümergemeinschaften verschiedener Liegenschaften in der Straße der Genossenschaft und in der Regiser Straße durch einen Gläubiger gepfändet worden seien (die LVZ berichtete). Auch die Gemeinde nennt dort mehrere Wohnungen ihr Eigen, die von der Kommunalen Wohnungs-GmbH (KoWo) vermietet werden. Als deren Geschäftsführerin sei sie kurzfristig unterrichtet worden, so Nowak.

Eine gewisse Klarheit besteht unterdessen für die Wohnungseigentümergemeinschaft in der Regiser Straße 1-3.

Bei der Eigentümerversammlung vorigen Mittwoch wurde die Haus-, Grundstücks- und Wohnungsverwaltung (HGW) aus Regis als Verwalterin abberufen und durch die Wohnungs- und Gewerbeflächenbauträgergesellschaft (WoBeGa) ersetzt. Deren Geschäftsführer Konrad Papier bemüht sich derzeit, ein umfassendes Bild von der Lage zu erhalten. Fakt sei, dass die fraglichen Konten gesperrt sind. Die Eröffnung neuer Treuhandkonten sei beantragt, ein Termin mit der Sparkasse für nächste Woche vereinbart. „Im Augenblick gehe ich davon aus, dass zuletzt zwei Monate lang keine Betriebskosten mehr bezahlt wurden.“ Genaueres könne er erst sagen, wenn die HGW alle Unterlagen vollständig übergeben habe. Deren Geschäftsführerin Ilka Strempel war allerdings auch gestern nicht zu erreichen. Unverständnis äußerte Papier über die Pfändung der Treuhandkonten, die von der Sparkasse Leipzig geführt würden. „An sich sind derlei Konten nicht pfändbar.“

Genauso sieht das auch Jochen Steinbach, selbst Eigentümer einer der betroffenen Wohnungen. „Wir sind entsetzt.“ Eher zufällig habe er Anfang Oktober von HGW-Chefin Strempel erfahren, dass die Konten der Eigentümergemeinschaft bei der Sparkasse Leipzig gepfändet worden waren – offenbar zur Tilgung von Verbindlichkeiten der HGW. Gläubigerin der zugrundeliegenden Forderungen sei die Sparkasse Köln. Beiden Kreditinstituten müsse aber klar sein, dass die gepfändeten Guthaben nicht der HGW zustünden. Als Sprecher des Eigentümerbeirats machte er gestern seinem Ärger Luft. „Es ist unmöglich, dass wir von der Sparkasse so in Geiselhaft genommen werden. Ich begreife das nicht.“

Die Eigentümer aus der Regiser Straße 1-3 hätten mittlerweile ein Schreiben an die Domstadt-Sparkasse geschickt, in dem sie um die Rücknahme der Pfändung bitten. Allen läge an einer gütlichen Einigung. „Sollte das nicht fruchten, werden wir die Sache einem Anwalt übergeben müssen.“

Aus den übrigen betroffenen Liegenschaften waren gestern keine Stellungnahmen zu erhalten.

Markus Tiedke

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