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Borna Trockentoiletten für Neuseenland-Touristen
Region Borna Trockentoiletten für Neuseenland-Touristen
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14:00 21.12.2015
An einigen Seen im Neuseenland fehlt es an öffentlichen Toiletten. Quelle: dpa
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Borna/Rötha

Die zunehmende Nutzung der Landschaft rund um die neuen Seen südlich von Leipzig hat auch ihre unangenehmen Seiten. Etwa durch eine spezielle Verunreinigung der Landschaft entlang der neuen Radwege und an den Gewässern dadurch, dass es vielerorts schlichtweg keine Toiletten gibt. Die Folge sind weiße Tücher und Notdurft im Gelände, ein Problem, dessen sich das Kommunale Forum Südraum im nächsten Jahr annehmen will. Mit einer Untersuchung soll herausgefunden werden, wo und wie öffentliche Toiletten in der Natur aufgestellt werden können, sagt Steffi Raatzsch, die Geschäftsführerin des Kommunalen Forums. Dem Forum gehören die Städte Böhlen, Regis-Breitingen, Borna, Groitzsch, Markkleeberg, Pegau, Rötha und Zwenkau sowie die Gemeinden Großpösna und Neukieritzsch und der Landkreis Leipzig an.

Wer an den Haselbacher See fährt, findet dort einen Parkplatz. „Eine Toilette aber nicht“, sagt Steffi Raatzsch. Am Haubitzer Becken ist es genauso. Und am Cospudener See tauchen immer wieder Leute auf, die nach einem stillen Örtchen suchen und denen dann nur der Gang in eine Gaststätte bleibt, was freilich ein gewaltiges Stück Weg bedeutet, wenn sich jemand etwa am Nordufer befindet.

Hier soll angesetzt werden, hat das Kommunale Forum jetzt auf seiner Verbandsversammlung beschlossen. Im nächsten Jahr soll deshalb ein Projekt starten, in dessen Rahmen am Ende klar wird, wo öffentliche Toiletten hinkommen könnten. Was allerdings ein technisches Problem ist, weil mitten in der Landschaft weder Wasser noch Abwasserleitungen zu finden sind. Die Alternative sind nach Angaben von Geschäftsführerin Raatzsch Trockentoiletten. Das sind Toiletten ohne Wasserspülung, auch Komposttoiletten genannt, die als geruchsarme ökonomische und ökologische Alternative zum herkömmlichen Plumpsklo oder zur Chemietoilette gelten und die in Gegenden ohne Wasseranschluss zum Einsatz kommen.

Dabei soll auch untersucht werden, ob neben einer umweltfreundlichen Bedürfnisanstalt auch eine Ladestation, etwa für Handys oder E-Bikes errichtet werden kann. Denkbar seien auch Informationstafeln und eine Schutzhütte an den jeweiligen Orten.

Von Nikos Natsidis

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