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Über glühende Kohlen laufen und auf der Linde heiraten – das neue Jahr in der Mühle Berndorf

Neuseenland Über glühende Kohlen laufen und auf der Linde heiraten – das neue Jahr in der Mühle Berndorf

Altes und Neues erwartet die Besucher in diesem Jahr in der Wassermühle Berndorf. So setzt der Verein auf bewährte Veranstaltungen wie das Apfelfest, das Balkanfest, den Tag des offenen Denkmals aber auch das gemütliche Mühlencafé mit selbst gebackenem Kuchen. Erstmals sind auch Trauungen auf dem Mühlenhof möglich - unter anderem auf der Tanzlinde.

Auf der Tanzlinde vor den Toren der Wassermühle Berndorf dürfen sich Paare ab sofort das Ja-Wort geben.

Quelle: privat

Berndorf/Groitzsch. Noch liegt ein zarter Winterschleier über der Wassermühle Berndorf und hüllt den denkmalgeschützten Vierseitenhof in eisiges Schweigen. Doch sobald die Sonne wieder etwas höher steht, erwacht er zu neuem Leben. Iris Barthel vom Verein Wassermühle Neuseenland blickt schon voller Vorfreude auf die kommende Saison, die neben bewährten Angeboten auch einige Überraschungen bereithält.

So sind auf dem weitläufigen Gelände erstmals standesamtliche Trauungen möglich – in der Porstube mit den einzigartigen Wandmalereien, als auch unter freiem Himmel auf einer Obstwiese oder der alten Tanzlinde. „Zwei Eheschließungen haben wir schon im Kalender stehen“, freut sich die Vereinsvorsitzende, die 2010 selbst auf der Linde geheiratet hat. „Mit dem Unterschied: Die Standesbeamtin hat uns vorher in Groitzsch getraut und wir haben die Zeremonie nur wiederholt.“

Nun müssen Paare nicht mehr diesen Umweg gehen, dürften kraft Gesetzes in der Mühle heiraten. „Ich könnte mir vorstellen, dass das Angebot gut angenommen wird“, gibt sich Iris Barthel zuversichtlich. Die Porstube bietet darüber hinaus Platz für Familienfeiern und besondere Anlässe wie Lesungen, Seminare oder Konzerte. Der Leipziger Restaurator Uwe Härtig hatte sich in den 2000er Jahren um die Aufarbeitung der Wandmalereien gekümmert. Sie zeigen Bilder von Herrenhäusern und Schlössern, Winterlandschaften und Eisvergnügen mit Schlittschuhläufern und Pferdekutschen – alles aus der Zeit um 1800.

Darüber hinaus lädt das Mühlencafé ab 1. April zu Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und warmen Speisen ein. In der gemütlichen Stube mit Steinwänden, Bohlendecke, rustikalen Tischen und Plüschsofas ist Platz für rund 30 Personen. Jeden Sonnabend und Sonntag ab 12 Uhr stehen künftig die Türen offen. Während der Sommermonate kommt ein Freisitz im Grünen dazu, eingerahmt von Eschen, Weiden und einer afrikanischen Kastanie.

Weitere Attraktionen in der Mühle sind geplant: ein Seminar „Philosophie mit Kindern“ Ende März, ein Kräuterseminar im Mai, ein Zeichenkurs im Juni, das Apfelfest und der Tag des offenen Denkmals im September sowie die zweite Auflage des Balkanfestes am 26. August. „Das war im vergangenen Jahr so gut angekommen, dass wir weitermachen möchten. Die Leute hatten total viel Spaß“, erzählt Iris Barthel. Auch der Selbstfindungs-Workshop „Feuerlauf – Du kannst mehr als du glaubst“ findet nach den ersten Erfolgen seine Fortsetzung. „Das ist eine ganz erfrischende Sache“, spricht die Vereinsvorsitzende aus eigener Erfahrung. „Man läuft am Ende über glühende Kohlen. Ich habe das auch gemacht, und es geht. Es funktioniert wirklich.“

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Mut und einen langen Atem benötigt der Wassermühlenverein tatsächlich in den kommenden Jahren. Nach dem ehemaligen Stall soll nun das Mühlengebäude saniert werden. „Wir wollen 2017 alle Kosten zusammenstellen und über das Ile-Programm einen Fördermittelantrag einreichen“, erläutert Iris Barthel. Die Überlegungen gehen dahin, Ferienwohnungen als auch einen Raum für Feierlichkeiten und andere Events zu schaffen. Für ihr großes Ziel sind die Berndorfer parallel auf Spenden von Privatpersonen oder Unternehmen angewiesen. „Wir sind für jede Hilfe dankbar.“

Die Wassermühle Berndorf wurde 1534 erstmals urkundlich erwähnt. In ihrer jetzigen Form entstand sie 1793 und ist damit eines der ältesten erhaltenen Gebäude im Naturschutzgebiet Schnauderaue.

Von Kathrin Haase

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