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Borna Überflutete Straße: Rötha sieht Klärungsbedarf
Region Borna Überflutete Straße: Rötha sieht Klärungsbedarf
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17:00 19.05.2015
Die Unterführung unterhalb der B 95 in Rötha steht unter Wasser. Quelle: Jakob Richter

Bürgermeister Ditmar Haym (parteilos) wird in den kommenden Tagen den wirtschaftlichsten Bieter beauftragen. Vorher besteht allerdings noch etwas Klärungsbedarf, zeigte die Beratung am Donnerstagabend im Mehrgenerationenhaus.

Seit drei Jahren leben die Röthaer mit diesem Problem. Eine Lösung, um das überschüssige Wasser nachhaltig zu bezwingen, ist überfällig. Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung wurden vier Firmen angeschrieben, die ihre Angebote abgaben. Sie unterscheiden sich allerdings gravierend: Summen von 6900 bis 19000 Euro wurden für den Auftrag von den Unternehmen ins Spiel gebracht. Die mehr als erheblichen Preisunterschiede haben auch den Bürgermeister überrascht. Insbesondere bei den Vermessungsleistungen gebe es große Abweichungen. Daher soll es am Mittwoch ein Gespräch mit dem Bieter geben, der das niedrigste Angebot abgab. Dann müsse geklärt werden, ob die Leistung tatsächlich zum angegebenen Preis erbracht wird. Denn Rötha hat zum einen kein Geld, zum anderen aber auch gar keine Wahl. "Wir sind nach öffentlichem Vergaberecht dazu verpflichtet, den wirtschaftlichsten Bieter zu nehmen", betonte Haym.

Timo Müller (Die Linke) sieht die Eile skeptisch. Er habe "Angst vor einer Kostenexplosion" und die Sorge, "dass wir nachzahlen müssen", sagte er mit Blick auf Nachforderungen, die mit dem Abbruch auf der ehemaligen Schweinezuchtanlage anfielen. Zusätzliche Leistungen seien der Stadt dort auf die Füße gefallen, hieß es.

"Die Zeit rennt uns davon", argumentierte Ursula Reich (SPD). Denn wenn der Naturschutz erst mal seine Finger im Spiel habe, werde es schwierig. Bekanntlich folgte der geschaffenen Notlösung im Vorjahr eine Anzeige von Naturschützern. Die Diskussion sei nachvollziehbar, gleichwohl könne er den Ermächtigungsbeschluss "mit ruhigem Gewissen" erteilen, sagte Uwe Wellmann (CDU). "Der wirtschaftlichste Anbieter scheint der billigste zu sein".

Alle acht Stadträte votierten für den Beschluss, der den Bürgermeister letztlich befugt, die unstimmigen Details zu klären und den Auftrag danach zu vergeben.

Die Kosten für die Entwässerungslösung in die Gösel trägt im Wesentlichen die LMBV. Der Anteil der Stadt beläuft sich auf maximal 3500 Euro, erklärte Regina Kirsten vom städtischen Bauamt. Diese Summe sei im Haushalts- plan 2013 eingestellt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2013

Grätz, Saskia

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