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Borna Überraschungs-Spende ermöglicht Elias mehrere Therapien
Region Borna Überraschungs-Spende ermöglicht Elias mehrere Therapien
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16:38 16.02.2016
Einen Blumenstrauß samt blauer Herzen symbolisieren den Herzenswunsch, den Silvana Bräutigam (rechts) und Maik Schramm einer tief gerührten Susann Lawrenz-Wuttke und ihrer Familie erfüllen möchten.   Quelle: Jens Paul Taubert
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Kitzscher/Steinbach

 Für Augenblicke verschlug es Susann Lawrenz Wuttke am Dienstag die tatsächlich Sprache, als sie die Wohnungstür öffnete: Silvana Bräutigam, Filialleiterin der Leipziger Volksbank in Bad Lausick und Kitzscher, hatte nicht nur einen großen Blumenstrauß mitgebracht und Presse und Fernsehen im Schlepp. Sie überraschte die Familie mit 10 000 Euro – Geld, das dem schwerst behinderten Sohn Elias (3) zugute kommen soll. Elias, auf dem Arm der Mutter, tat, was er aufgrund seiner Erkrankung noch vor Monaten und vor den speziellen Therapien in der Slowakei mitnichten fertig bringen konnte: Er lächelte, schaute sich für Augenblicke interessiert um in der Runde der unverhofften Besucher.

„Herzenswünsche erfüllen“ heißt die deutschlandweite gemeinsame Aktion von Volksbank und Teambank (easykredit), die das Leipziger Institut in den Stand versetzte, 10 000 Euro zu vergeben. Über Elias und seine Familie, die ein kleines Haus im benachbarten Steinbach ihr Eigen nennt, hatte die LVZ Ende vergangenen Jahres berichtet. Elias hatte, kaum auf der Welt, eine Neugeborenen-Sepsis erlitten. Hirnschäden waren die Folge, verkrampfte Muskeln und Glieder, epileptische Anfälle, die Susann Lawrenz-Wuttke als „Gewitter im Gehirn“ beschreibt. Deutliche Fortschritte brachten erst zwei Therapie-Aufenthalte im slowakischen Pistany. Therapeuten des Adeli Medical Center schafften es, die Verkrampfungen zu lösen, Hirn und Körper besser in Einklang zu bringen. Viele Tausend Euro – auch jenes Geld, das die Familie für den Dachausbau des Steinbacher Hauses zurück gelegt hatte – wurde für Elias’ Behandlungen eingesetzt.

„Nutzen Sie unser Geld für diese Therapie“, sagte Bankvorstand Andreas Woda, und Elias’ Vater Sven sah man an, was er formulierte: „Uns fällt ein Stein vom Herzen. Das reicht für zwei Therapien oder vielleicht sogar drei.“ Denn für die fünfköpfige Familie – zu ihr gehören außerdem Adrian (12) und Jonas (16) – sei es schwer, gut über die Runden zu kommen, wenn nur einer Gehalt beziehe. Susann kümmert sich indes nicht nur um Elias – ein gebürtiger Kitzscheraner - und die Familie; sie ist ehrenamtlich seit Jahren als Notfall-Seelsorgerin in der Krisenintervention tätig und Schatzmeisterin des FSV Kitzscher.

„So viel Engagement, wie ihr zeigt, und so wie ihr als Familie zusammenhaltet, habt ihr es wirklich verdient“, meinte Kitzschers Bürgermeister Maik Schramm und gratulierte. Weil das Steinbacher Haus umgebaut wird, kam die Familie vorübergehend in einer Gästewohnung in Kitzscher unter. Gleich nächste Woche werde man versuchen, in Pistany einen nächsten Termin zu machen, sagte Susann Lawrenz-Wuttke: „Man sieht die Fortschritte deutlich. Elias nimmt alles ganz anders wahr, ist entspannter, kann kurzzeitig alleine sitzen, bewegt sich freier – und manchmal lächelt er.“ Davon konnten sich die Besucher überzeugen.

Von Ekkehard Schulreich

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