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Borna Ukrainer aus der Partnerstadt staunen über Bornas Feuerwehr-Technik
Region Borna Ukrainer aus der Partnerstadt staunen über Bornas Feuerwehr-Technik
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07:00 05.11.2016
Inna Railko (von li.) und Max Pleshko informieren sich bei Barbara Artelt, Simone Luedtke und Tino Reim über die Technik der Bornaer Feuerwehr. Quelle: Hans-Robert Scheibe
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Borna

Max Pleshko und Inna Railko staunten am Freitag nicht schlecht, als ihnen Bornas Stadtwehrleiter Tino Reim die Technik und das Feuerwehrgerätehaus zeigte. Die beiden Delegierten aus Bornas ukrainischer Partnerstadt Irpin informierten sich ausführlich über das System der Freiwilligen Feuerwehr.

Doch das war während ihres mehrtägigen Besuchs nicht die einzige Station. Auf dem Programm standen zudem eine Führung durch das Rathaus, die Besichtigung des Azurit-Seniorenzentrums und Besuche beim Abwasserzweckverband Espenhain (AZV) und beim Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL).

Die Stationen waren nicht etwa zufällig gewählt, sondern deuten laut Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) auf die Vorhaben ihres Amtskollegen Vladimir Karplyuk hin. „In der Ukraine gibt es bisher nur eine Berufsfeuerwehr“, erklärte Pleshko, persönlicher Referent des Bürgermeisters, während der Führung durch das Gerätehaus, die mit einem Höhenausflug des Drehleiterfahrzeugs endete. Der Irpiner Bürgermeister sei aber daran interessiert, eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen, um so schneller auf Notfälle reagieren zu können.

Beeindruckt waren die beiden Ukrainer von den Pagern, die die Bornaer Kameraden zur Verfügung haben, um alarmiert zu werden. „Bei uns in Irpin haben die zehn Kameraden 24-Stunden-Dienste und Schichten. So ist immer einer da, der den Notruf entgegennimmt“, übersetzte Barbara Artelt vom Verein Mühlen und Technik Wyhra, die fließend Russisch spricht. Die Feuerwehrleute würden sozusagen in der Wache wohnen.

Pleshko erklärte, wenn er zu Hause die Bilder zeige und von dem Besuch bei der Feuerwehr berichte, würden sofort alle nach Borna kommen wollen, um sich die Technik anzusehen. „Wir haben Technik, die zum Teil noch aus Zeiten der Sowjetunion stammt.“ Reim jedenfalls versprach, für die Ausbildung der Kameraden in Irpin zu sorgen, wenn dort das System der Freiwilligen Feuerwehr entstanden sei. Bis es soweit ist, sei aber ein enger Austausch vorgesehen.

Bereits am Donnerstag waren die Ukrainer gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung im Azurit-Seniorenzentrum zu Gast gewesen. Denn auch der Bau eines Altenheims steht in Irpin auf der Agenda des Rathauschefs. „Dort gibt es das gar nicht“, erklärte Luedtke, die erst vor einigen Wochen selbst in Irpin war.

Am Sonnabend hingegen führt es die Gäste zum AZV und zum ZBL. Denn das Thema Straßenentwässerung muss Vladimir Karplyuk ebenfalls in Angriff nehmen. „Die gibt es dort auch nicht“, so Luedtke. Regelmäßig würden dort sämtliche Straßen unter Wasser stehen, was auch nicht verwundere, „denn wir haben nicht einen Gulli gesehen“, erklärte Bornas Stadtchefin.

Von Julia Tonne

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