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Borna Ukrainer wollen an Bornaer Schulen hospitieren
Region Borna Ukrainer wollen an Bornaer Schulen hospitieren
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15:52 19.04.2017
Oberbürgermeisterin Simone Luedtke und Amtskollege Vladimir Karplyuk haben im Dezember nach 40 Jahren den Vertrag erneuert und wollen die Partnerschaft mehr mit Leben füllen. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Die Partnerschaft zwischen Borna und der ukrainischen Stadt Irpin wird im Frühjahr sprichwörtlich auf noch breitere Füße gestellt. Rund zehn Lehrer aus der Ukraine haben sich für einen Besuch in der Großen Kreisstadt angemeldet. Hintergrund: Das Land wird in absehbarer Zeit das Schulgesetz ändern. „Irpin will dann wieder Vorreiter sein und mit als erste Stadt das neue Gesetz umsetzen“, begründet Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) den erneuten Besuch einer Delegation.

In Borna sind sowohl die Grundschule Clemens Thieme als auch die Dinterschule und das Gymnasium Am Breiten Teich mit von der Partie, wenn es darum geht, den ukrainischen Lehrern Einblicke in das deutsche Schulsystem zu gewähren. „Unsere Gäste werden in allen drei Schulen hospitieren und auch den Unterricht gestalten“, sagt Luedtke. Wann mit dem Eintreffen der Ukrainer zu rechnen ist, hängt vom Erfolg des Fördermittelantrags ab. Borna habe bereits Fördermittel aus dem Topf „Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen“ beantragt, warte aber noch auf den Bescheid.

Erst im Dezember vergangenen Jahres hatten Irpins Bürgermeister Vladimir Karplyuk und Luedtke den seit 40 Jahren bestehenden Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Städten erneuert – und vereinbart, den Austausch der Lehrer zu intensivieren. Zuvor waren Stadtverwaltung und Feuerwehr Gastgeber für eine Delegation aus der Ukraine. Im November ging es um das System der Freiwilligen Feuerwehr, das der irpinische Bürgermeister bei sich einführen möchte, und um das Thema Straßenentwässerung, das ebenfalls auf der Agenda von Luedtkes Amtskollegen steht. „Es ist unglaublich, mit welcher Geschwindigkeit Karplyuk seine Vorhaben plant und schließlich auch umsetzt“, sagt Luedtke.

Nach der Stippvisite der Lehrer in Borna soll noch in diesem Jahr ein Gegenbesuch in Irpin anstehen. Da die Feuerwehr Borna erst kürzlich die Zusage über Fördermittel für die Anschaffung eines neues Drehleiterfahrzeuges bekommen hat, könnten die Kameraden in die Ukraine aufbrechen und beim Aufbau einer dortigen Freiwilligen Feuerwehr helfen. Vielleicht nehmen sie dann auch schon das bisherige Drehleiterfahrzeug dorthin mit.

Von Julia Tonne

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