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Borna Umbau läuft: Aufzug wächst am Rathaus Kitzscher empor
Region Borna Umbau läuft: Aufzug wächst am Rathaus Kitzscher empor
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16:47 25.10.2016
An der Rückwand des Rathauses wachsen die Schächte für den Aufzug und die Rettungstreppe empor. Quelle: Foto: André Neumann
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Kitzscher

Das erste Stück des künftigen Aufzugsschachtes an der Rückseite des Kitzscheraner Rathauses ist schon zu sehen. Am Dienstag sollte die nächste Schicht Beton gegossen werden. Darunter befinden sich mehrere Meter dicke Betonfundamente in der Erde. Hier hinten wird nicht nur der Aufzug künftig einen barrierefreien Zugang zu allen Etagen des Rathauses gewähren, hier wird auch eine Rettungstreppe als Fluchtweg angebaut.

Mit dem Umbau des Rathauses für geplante rund 680 000 Euro will die Stadt Kitzscher zwei wesentliche Dinge erreichen. Einmal müssen Brandschutzauflagen erfüllt werden, zum anderen sollen die Verwaltung und der Festsaal im Obergeschoss demnächst auch für Menschen mit Gehbehinderung erreichbar sein. Bisher war das nicht der Fall.

Der Beginn der Bauarbeiten hatte sich um mehrere Monate verzögert, sollte ursprünglich schon im Dezember vorigen Jahres erfolgen. Jetzt sind die meisten Aufträge vergeben, nur über den dicksten Brocken muss am nächsten Dienstag noch der Stadtrat entscheiden: Rund 135 000 Euro wird voraussichtlich die Verglasung auf allen drei Etagen des Treppenhauses kosten. Das jetzt von oben bis unten offene Treppenhaus muss aus Gründen des Brandschutzes in abschließbare Abschnitte aufgeteilt werden. „Wir wollen das schöne Treppenhaus aber nicht zumauern“, begründet Bürgermeister Maik Schramm, warum sich die Verwaltung für die teurere Glas-Variante entschieden hat.

Überraschend umfangreich sind für Schramm die nötigen Elektroinstallationen. Derzeit arbeiten sich die Elektriker von unten her durchs Haus. Die Stromversorgung für den Aufzug muss gelegt werden, Signaltechnik für die Brandmeldeanlage ist zu installieren, Notbeleuchtung und so weiter. Rund 85 000 Euro verschlingt das Gewerk.

Der eigentliche Aufzug nimmt sich da mit 55 000 Euro fast bescheiden aus. Allerdings ist in diesem Preis der Schacht noch nicht drin. Insgesamt liege die Stadt laut Schramm mit den bisherigen Ausschreibungsergebnissen um rund fünf Prozent über den geplanten Kosten.

Große Einschränkungen für den Betrieb und den Besucherverkehr im Rathaus erwartet Schramm nicht. „Alle Arbeiten können während des laufenden Betriebes durchgeführt werden“, sagt der Bürgermeister. Lediglich, wenn die Glaswände eingebaut werden, könne das Treppenhaus nicht benutzt werden. „Dann müssen wir mal einen Tag schließen oder es wird am Wochenende gemacht.“ Optimal wäre aus Schramms Sicht, wenn dann die Außentreppe fertig wäre und die Angestellten darüber ihre Büros erreichen könnten.

Eines ist jedenfalls auf keinen Fall gefährdet, versichert Schramm: Der Rathaussturm des Karnevalsvereins am 11. November. Unsicher ist dagegen, was aus dem Neujahrsempfang 2017 wird, nachdem der in diesem Jahr schon ausfiel, weil das Rathaus da schon eine Baustelle sein sollte – aber nicht war. Schramm hofft, die Sanierung Ende Februar abschließen zu können. „Wenn wir das schaffen, machen wir den Neujahrsempfang etwas später.“ Zu feiern gäbe es dann ja in jedem Fall etwas.

Von André Neumann

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