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Borna Umspannwerk Groitzsch: Neue Technik am alten Standort
Region Borna Umspannwerk Groitzsch: Neue Technik am alten Standort
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14:01 19.05.2015

Doch im Laufe der Jahre sind manche Bauteile verschlissen und reparaturbedürftig, die Technik nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Aus diesem Grund investiert der Netzbetreiber Mitnetz Strom rund 2,9 Millionen Euro in den Ersatzneubau des Umspannwerkes - für das Unternehmen das wichtigste Einzelvorhaben im Landkreis Leipzig in den nächsten Jahren.

Neben einem neuen Betriebsgebäude, das alte wird abgerissen und die freie Fläche begrünt, sind eine neue 110-Kilovolt-Schaltanlage, eine Mittelspannungs-Schaltanlage sowie zwei neue Großformatoren geplant. "Damit sorgen wir auch künftig für eine sichere Stromversorgung im Landkreis Leipzig", so der Projektleiter Steffen Wilde.

Die Arbeiten begannen Mitte September mit dem Aushub einer Baugrube für das neue Betriebsgebäude. Das wird sich etwas weiter hinten befinden und nicht mehr unmittelbar neben der Landstraße. Gestern lieferte eine Spezialfirma aus Dessau die entsprechenden Wand- und Deckenelemente an und Spezialisten montierte sie mit Hilfe eines Krans. Das Gebäude soll im November stehen, während im Frühjahr die Technik einzieht. Überwacht wird die Anlage von der zentralen Schaltleitung in Taucha.

Insgesamt zieht sich der Ersatzneubau bis etwa 2017 hin. Die lange Bauzeit erläutert Steffen Wilde so: "Wir benötigen immer zwei intakte Systeme für die Versorgung. Also bauen wir erst ein drittes auf, um das erste abreißen zu können - und immer so weiter. Der Neubau erfolgt ja während des täglichen Betriebs." Also wird in diesen Tagen parallel zum Betriebsgebäude ein Provisorium der 110-KV-Schaltanlage errichtet, damit die alte Schaltanlage schrittweise außer Betrieb gehen kann. Bis Jahresende werden die Mittelspannungs-Schaltanlage und die Wartentechnik geliefert. Ferner werden zwei neue Schaltfelder aufgebaut und schrittweise in Betrieb genommen: das erste im Mai 2015, das zweite voraussichtlich 2016, informiert Anke Neugebauer, Projektmanagerin Netzregion West-Sachsen bei Mitnetz Strom.

Das neue Groitzscher Umspannwerk werde in seinem Umfang und der Ausstattung wesentlich kompakter als das bisherige sein. "Klar, in den 60er Jahren war die Technik viel größer und robuster als heute", meint die Expertin. "Die moderne Technik benötigt nicht mehr so viel Platz." Weite Teile des jetzigen Geländes sollen dann begrünt werden.

Umspannwerke sind eine Art Knotenpunkt der Energieverteilung. In Groitzsch wird der Strom über die von Zwenkau nach Altenburg verlaufende 110-Kilovolt-Freileitung der Mitnetz Strom eingespeist und über zwei Leistungs-Transformatoren in das nachgelagerte 20-kV-Mittelspannungsnetz verteilt. Über Trafostationen erfolge dann die Einspeisung in die Niederspannungs-Ortsnetze. Bei einem Ausfall des Groitzscher Umspannwerkes übernehmen die Umspannwerke Markkleeberg und Meuselwitz die weitere Versorgung der Region, informiert Anke Neugebauer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.10.2014
Kathrin Haase

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