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Umstrittene Entscheidung: Wasserturm bleibt in Betrieb

Umstrittene Entscheidung: Wasserturm bleibt in Betrieb

Der Röthaer Wasserturm wird saniert und als wasserwirtschaftliche Anlage weiter betrieben. Diesen Beschluss fassten die Mitgliedskommunen des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) auf ihrer jüngsten Verbandsversammlung.

Rötha. Der Verband will dafür eine Millionen Euro ausgeben, für die ein Kredit aufgenommen werden soll.

 

 

Wie umstritten die Entscheidung war, ist schon an dem denkbar knappen Abstimmungsergebnis ablesbar. Von den 67 Stimmen, die sich die zwölf Mitgliedskommunen im Verband teilen, wurden 23 für und 21 gegen den Weiterbetrieb des Turmes abgegeben. Die Kommunen mit den restlichen 23 Stimmen enthielten sich.

 

 

Die Verbandsführung hatte die Sanierung des Wasserturmes als die wirtschaftlichere Variante zur Erhaltung der Versorgungssicherheit für Rötha empfohlen. Bei einer Ablehnung wäre laut Betriebsleiter Michael Spitzner auf der nächsten Verbandssitzung über eine neue Trinkwasserleitung von Böhlen nach Rötha gesprochen worden, für die die Investition in einer ähnlichen Größenordnung liegen würde.

 

 

Mit dem Weiterbetrieb des Turmes bleibt es dabei, dass Rötha im Falle einer Havarie bis zu sechs Stunden mit Wasser aus dem Hochbehälter des 1913 errichteten Bauwerkes versorgt werden kann. Das ist nötig, weil die Stadt laut Spitzner am Ende einer Leitung liegt und keinen Ringanschluss hat. Der wäre mit einer neuen Wasserleitung hergestellt worden. Dies hätte laut Spitzner auch zu einer höheren Versorgungssicherheit geführt, weil Reparaturen dann nicht an das Zeitfenster von sechs Stunden gebunden gewesen wären.

 

 

Vor allem aus Rötha selbst kam offenbar Druck auf den Verband, zugunsten einer denkmalgerechten Sanierung zu entscheiden. Dafür hatte sich schon im vorigen Jahr der Förderverein "Rötha - Gestern.Heute.Morgen" stark gemacht, als erste Stimmen laut wurden, die auf den Turm verzichten wollen. Kritiker werfen den Befürwortern der Turm-Lösung vor, der Verband würde damit als Denkmalschützer agieren, was nicht seine Aufgabe sei. Einige ehemalige und amtierende Verbandsräte sind sogar der Auffassung, dass weder der Turm noch die zusätzliche Leitung notwendig wären. Dem widerspricht die Betriebsleitung. "Eine der beiden Varianten ist für die Versorgung von Rötha unbedingt erforderlich", betont der Technische Leiter Matthias Renger.

 

 

Die vorgesehene Sanierung des Turmes umfasst sowohl den Baukörper als auch die Anlagen im Inneren. Der Hochbehälter erhalte innen und außen eine neue Beschichtung, die Steigrohre werden erneuert. Das Projekt, sagte Spitzner der LVZ, solle jetzt "umgehend angeschoben werden". Kurzfristige Reparaturen der Schäden am Ringanker des Daches, aus dem kürzlich Betonteile herausgefallen waren, sind nicht vorgesehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.04.2015
André Neumann

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