Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Umzug der Rettungsleitstelle Grimma wird zur unendlichen Geschichte

39 000 Notfalleinsätze im Jahr 2015 Umzug der Rettungsleitstelle Grimma wird zur unendlichen Geschichte

Noch voll im Geschäft ist die Rettungsleitstelle in Grimma. An sich müssten die Rettungseinsätze im Landkreis Leipzig aber schon längst von der neuen Integrierten Rettungsleitstelle (IRL) in Leipzig aus koordiniert werden. Zuletzt war dabei vom 8. März die Rede. Doch ist ein Umzugstermin noch nicht in Sicht.

Disponent Andreas Schöpe koordiniert die Einsätze in der Rettungsleitstelle Grimma des Rettungszweckverbandes Landkreis Leipzig und Region Döbeln.

Quelle: Thomas Kube

Landkreis Leipzig. An sich müssten die Rettungseinsätze im Landkreis Leipzig schon längst von der neuen Integrierten Rettungsleitstelle (IRL) in Leipzig aus koordiniert werden. Es war mal vom Starttermin 8. März die Rede gewesen. Dennoch sitzen die Disponenten nach wie vor in der Rettungsleitstelle in der Grimmaer Heinrich-Zille-Straße. Wann sich das ändert, weiß auch Carola Schneider, die Geschäftsführerin des Rettungszweckverbandes (RZV) der Versorgungsbereiche Landkreis Leipzig und Region Döbeln, nicht. Warum? Der schon lange avisierte Umzug und damit die Umsetzung der neuen Rettungskonzeption im Freistaat hängen von zu vielen Faktoren ab, die zumindest in Grimma niemand beeinflussen kann.

Von hier aus wurden im letzten Jahr 38 947 Notfallrettungen in die Wege geleitet. „Das betrifft alles, was über die Telefonnummer 112 gemeldet wird“, sagt Schneider. Hinzu kamen noch 25 244 Fälle, in denen die Disponenten Krankentransporte losschickten. In diesem Jahr waren es bereits gut 12 700 Notfalleinsätze und 8000 Krankentransporte. Und es dürften noch etliche von hier aus folgen. Zwar wird der Rettungsdienst in der Großstadt Leipzig mittlerweile von der neuen IRL koordiniert. Bevor aber die Grimmaer Mitarbeiter auch dort sitzen, muss der Rettungsdienst aus Nordsachsen umgezogen sein. Für den galt zuletzt der Termin 8. März, der ursprünglich der Zeitpunkt der Verlagerung des Rettungsdienstes von Grimma nach Leipzig war.

RZV-Geschäftsführerin Schneider macht klar, dass es beim Standortwechsel nicht mit der bloßen Verlagerung des Arbeitsplatzes der Disponenten getan ist. Es müssen Daten übergeleitet und die Mitarbeiter am neuen System eingearbeitet werden – bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des normalen Betriebs in Grimma. „Wie lange die Einarbeitung der Mitarbeiter dauert, da haben wir keine Erfahrungen.“ Auf die Schnelle sei das jedenfalls nicht möglich. „Es geht um Menschenrettung, das ist ein hochsensibles Thema.“ Außerdem ist noch unklar, wie viele der insgesamt 18 Disponentenplanstellen nach Leipzig verlagert werden. Vom bisherigen Gebiet des hiesigen Rettungszweckverbandes wechselt der vormalige Landkreis Döbeln (jetzt im Kreis Mittelsachsen) in den Bereich der neuen IRL Chemnitz, deren Ausbau noch längst nicht abgeschlossen ist.

Immerhin ist im Bereich des Grimmaer RZV im April mit der Einführung des Digitalfunks begonnen worden. Dabei werden sämtliche Rettungsfahrzeuge umgestellt. Mit dem Digitalfunk wird ein in sich geschlossenes, abhörsicheres Netz genutzt, das es nunmehr flächendeckend in Sachsen gibt. Andernorts, etwa in Berlin, existiert das Digitalnetz allerdings schon seit Jahren.

Via Digitalfunk werden dann die Einsätze koordiniert, zu denen die Einsatzkräfte aus den 14 Rettungswachen zwischen Grimma und Geithain sowie Markranstädt und Machern im Landkreis Leipzig starten. Die Wachen sind so verteilt, „dass die Rettungskräfte 95 Prozent der Menschen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfrist erreichen“, sagt die Geschäftsführerin. Festgelegt ist, dass sie spätestens zehn Minuten nach dem Gesprächsende des Disponenten am Einsatzort eintreffen. Im Bereich des Grimmaer Rettungszweckverbandes ist das in 92, 93 Prozent aller Fälle so. Vorgeschrieben sind 95 Prozent. „Es gibt aber immer Dinge, die niemand beeinflussen kann“, sagt Carola Schneider. Straßensperrungen und Fahrzeugausfälle etwa oder auch ein Unwetter.

Von Nikos Natsidis

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Borna
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lädt vom 20. Juli bis 16. August 2017 zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz. Alle Infos zum Programm und Ticketverkauf... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr