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Unglücksbagger rollt im Konvoi zur Reparatur

Unglücksbagger rollt im Konvoi zur Reparatur

Nach einigen Tests Anfang der Woche setzte sich der Unglücksbagger 1554 im Tagebau Vereinigtes Schleenhain gestern in Bewegung. Rund 1,6 Kilometer musste der angeschlagene Koloss bis zum Reparaturplatz, einem festen, planierten Gelände im Tagebau, zurücklegen.

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Im Doppelpack durch den Tagebau. Der Unglücksbagger 1554, im Bild rechts, ist im Konvoi mit einem zweiten auf dem Weg zum Reparaturplatz.

Quelle: Jakob Richter

Deutzen. Dabei begleitete ihn ein zweiter Bagger, der die Stromversorgung übernahm.

Am 29. August 2012 hatte sich am Tagebaurand bei Deutzen die Erde in Bewegung gesetzt. Dadurch stürzten damals der Schaufelradbagger und der an ihn angeschlossene Bandwagen 811 um. Weil das alles unmittelbar unterhalb des Tagebau-Aussichtspunktes bei Deutzen geschah, nahmen viele Menschen daran Anteil. Der rund 500 Tonnen schwere Bandwagen wurde schon anderthalb Monate nach dem Unglück, am 14. Oktober 2012, aufgerichtet und zu einem Reparaturplatz gefahren. Bei dem fast doppelt so schweren Bagger gestaltete sich die Bergung ungleich schwieriger. Die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft (Mibrag) beauftragte schließlich die mit dem Bewegen riesiger Geräte und Lasten erfahrene Firma Mammoet Deutschland, die auch schon die Heuersdorfer Kirche nach Borna transportiert hatte. Für den Bagger nutzte Mammoet ein computergesteuertes Verfahren mit vier sogenannten Litzenhebern und Stahlseilen. Die Bergung dauerte mehrere Tage und war am 25. Januar abgeschlossen. Bis gestern bereitete die Mibrag die Verlegung des Baggers zum Reparaturplatz vor. Ein zerstörtes Fahrwerk wurde ausgewechselt, Elektroantrieb und hydrauliche Systeme wurden in Betrieb genommen. Ein Fahrer steuerte das Großgerät, das im Konvoi mit dem zweiten Bagger langsam vorwärts rollte.

Mibrag-Sprecherin Sylvia Werner geht davon aus, dass gleich nach der Ankunft die Mibrag-Techniker das Gerät untersuchen und die tatsächlichen Schäden feststellen werden. Zur finanziellen Höhe des Schadens könnten nach wie vor keine Aussagen gemacht werden. Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass der Bagger 1554 Mitte des Jahres wieder zur Verfügung steht.

Parallel zur Bergung und bevorstehenden Reparatur untersuchen zwei unabhängige Sachverständige die Ursachen des Erdrutsches am 29. August. Der Abschlussbericht werde laut Sylvia Werner gegen Ende des Monats erwartet. "Unsere Vermutung ist, dass es für das Ereignis nicht nur eine einzelne Ursache gab", sagt die Mibrag-Sprecherin. André Neumann

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.03.2013

Neumann, André

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