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Unmut in Thierbach: Behörden prüfen Einbahnstraßenregelung

Kitzscher Unmut in Thierbach: Behörden prüfen Einbahnstraßenregelung

Die Dorfstraße in Thierbach ist eng aber auch sehr lang. Eine Einbahnstraßenregelung würde Anwohnern lange Wege bescheren. Nach dem Antrag eines Bewohners denken die Behörden jetzt genau darüber nach. Einwohner sind darüber erregt, es herrscht großer Gesprächsbedarf.

Kaum Platz zum Ausweichen: Die Behörden prüfen den Antrag eines Bürgers, die lange Thierbacher Dorfstraße zur Einbahnstraße zu machen. Das sorgt für Ärger.
 

Quelle: Jens Paul Taubert

Kitzscher/Thierbach.  In Thierbach ist eine Diskussion darüber entfacht worden, ob der längere Teil der Dorfstraße zur Einbahnstraße erklärt werden soll. Ein Einwohner der Straße hat dies bei der Stadtverwaltung beantragt. Lothar Kunath, Stadtratsabgeordneter und von der Stadtverwaltung offiziell als Ansprechpartner für die Bürger in Thierbach benannt, hat das Thema jetzt im Stadtrat öffentlich gemacht.

„In Thierbach“, stellte er auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates in den Raum, „soll die Dorfstraße auf Wunsch eines einzelnen zur Einbahnstraße gemacht werden.“ Einwohner seien darüber erregt. Es herrsche großer Gesprächsbedarf in Thierbach, so Kunath.

Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) nahm die Anfrage zur Kenntnis, wollte sich aber im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung nicht dazu äußern. Mit dem Hinweis: „Es geht dabei auch um Namen“, verlegte er eine Antwort in den Sitzungsteil, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand.

Die Diskussion dreht sich um jenen Teil der Dorfstraße, der parallel zur Landstraße von der Hainicher Straße knapp 800 Meter nordwärts bis zum Ortsausgang in Richtung Trages führt. Die Anliegerstraße ist schmal, doch habe der Begegnungsverkehr bisher funktioniert, sagte Kunath. Gewerbe mit größeren Fahrzeugbewegungen gebe es in der Straße nicht. Sollte die Dorfstraße zur Einbahnstraße werden, würde das für die Anlieger lange Wege bedeuten. Denn je nach Richtung müssten sie wenigstens einmal einen großen Umweg fahren: Dorfstraße rauf, Landstraße runter, da kommt gleich mehr als ein Kilometer zusammen. Davon, darauf wies Kunath im Stadtrat hin, wären dann auch noch die Bewohner der Winkelgasse und des Hohlweges betroffen.

Auf LVZ-Anfrage bestätigt Bürgermeister Schramm lediglich, dass es einen entsprechenden Antrag einer Familie gebe. Der werde geprüft und bearbeitet wie jeder Vorstoß von Bürgern. „Es gibt noch keine Entscheidung“, versichert der Bürgermeister.

Dabei ist die Angelegenheit längst weiter, als Schramm zugeben mag. Das Landratsamt wurde einbezogen, Mitarbeiter der Verkehrsbehörde des Kreises und der Polizei schauten sich die Situation vor Ort an. Zwar trifft der Kreis bei einer kommunalen Straße nicht die Entscheidung, immerhin wurde eine Empfehlung ausgesprochen: „Im Ergebnis eines Vor-Ort-Termins wurde vorgeschlagen die Einbahnregelung testweise für etwa sechs Monate einzurichten, um dann endgültig zu entscheiden“, teilt Brigitte Laux, die Sprecherin des Landratsamtes mit.

Die Straße, so sehen es Polizei und Verkehrsbehörde, sei eng, und Ausweichmöglichkeiten bestünden teilweise nur in den Einfahrten der Anwohner. Andererseits könne wegen des Zustandes der Straße nur langsam gefahren werden und „bislang ist noch kein Unfall bekannt“, fasst Brigitte Laux die Einschätzung zusammen. Die Testphase sei ein Weg, um festzustellen, „ob die Einbahnregelung eine Verbesserung bringt, die von den Nutzern auch akzeptiert wird“, sagt die Sprecherin.

Lothar Kunath, der in einer anderen Straße in Thierbach wohnt, befürchtet „Zwietracht“ im Ort, sollte es zu einer Einbahnstraßenregelung kommen. Für den Fall wolle er den Bürgern eine Unterschriftensammlung empfehlen.

Doch so weit ist es noch lange nicht. Vorläufig wird die Dorfstraße nämlich zur Baustelle. Während der südliche Teil der Dorfstraße grundhaft ausgebaut wird, bekommt das lange Stück, um das es geht, nur eine Abwasserleitung. Diesen Abschnitt komplett zu bauen, begründet Schramm, wäre zu teuer. Außerdem sei hier die Fahrbahndecke vor ungefähr zehn bis 15 Jahren schon einmal erneuert worden, sagt der Bürgermeister. Auf jeden Fall, das machte Schramm deutlich, werde an der Verkehrsführung nichts geändert, solange der Bau andauert.

Von André Neumann

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