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Borna Unterschriftensammlung angelaufen
Region Borna Unterschriftensammlung angelaufen
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17:21 19.05.2015

Dann müsste sich der Stadtrat des Themas annehmen.

40 Unterschriften liegen bereits vor. Ab sofort soll jeder Bornaer die Möglichkeit bekommen, sich zu positionieren - und zwar zu der Frage "Sind Sie dafür, dass die Große Kreisstadt Borna das im Jahr 2006 geschlossene Freibad "Wyhraaue" bis zum Ende des Jahres 2015 zu einem Naturbad umbaut". Eine Frist, bis zu der die 900 Unterschriften zusammenkommen müssen, gibt es nach Angaben von Luedtke im Gegensatz zu so genannten kassierenden Bürgerbegehren nicht. "Wir haben Zeit." Dennoch geht der Linken-Kreischef davon aus, dass die Sammlung bis zum nächsten Monat erfolgreich ist.

Deshalb werden die Unterschriftenlisten in diesen Tagen nicht nur in jeden Bornaer Briefkasten gesteckt. Der Freibadverein will sich auch an etwa zehn Tagen auf den Markt stellen, bei den allwöchentlichen Markttagen ebenso wie beim Familienfest der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am 1. Mai. Zudem sollen die Unterschriftenlisten in Gaststätten wie der Patrixx Genussmanufaktur oder auch bei Firmen und Geschäften ausliegen. "Mindestens an 20 Orten", sagt Luedtke.

Die Unterschriftensammler wollen die Bornaer Sportvereine ansteuern. Zudem gebe es die Möglichkeit, sich die Listen von der Homepage des Vereins (www.freibad-wyhraaue.de) herunterzuladen.

Auf den Listen steht auch, wie sich die Freibadbefürworter die finanzielle Seite des ambitionierten Vorhabens vorstellen. Einer Schätzung der Bamberger Wasserwerkstatt Büro für Badegewässer- und Freizeitgestaltung GmbH zufolge werden anderthalb Millionen Euro benötigt. Weil die Stadt im Haushalt 2012 bereits 190 000 Euro für den Abriss der alten Anlagen in der Wyhraaue eingestellt habe und in der mittelfristigen Finanzplanung eine weitere halbe Million dafür vorgesehen sind, würden für die nächsten beiden Jahre noch 810 000 Euro benötigt. Die sollen nach Vorstellungen des Freibadvereins durch Steuermehreinnahmen, Fördermittel für eine touristische Nutzung des Areals und Umschichtungen im jeweiligen Haushalt zusammenkommen.

Pro Jahr gäbe es Kosten von 50 000 Euro für den Betrieb des Bades. Die sollen über Eintrittsgelder, Fremdnutzungsgebühren und die "Übernahme kostenproduzierender Aufgaben durch gemeinnützige Vereine" und einen jährlichen städtischen Zuschusss von 30 000 Euro gedeckt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2013

Nikos Natsidis

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