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Unwetter stürzt Bäume um – Groitzscher Feuerwehren an 27 Einsatzstellen

Gewitter im Landkreis Unwetter stürzt Bäume um – Groitzscher Feuerwehren an 27 Einsatzstellen

Reichlich Einsätze hat das etwa 20-minütige Gewitter mit Sturmböen und Starkregen den Groitzscher Feuerwehren am Freitagabend verschafft. Die Kameraden waren an 27 Stellen aktiv. Ihre Elstertrebnitzer Kollegen wurden zweimal wegen umgestürzter Bäume alarmiert. Die meisten anderen Wehren im Kreis waren kaum gefordert.

Nichts als Geäst: Drei Feuerwehren der Stadt Groitzsch haben nach dem kurzen Unwetter vom Freitag mit 18 umgestürzten Bäumen gekämpft.

Quelle: Mike Köhler

Groitzsch. Das relative kurze Unwetter vom Freitagabend hat vor allem im westlichen Kreisgebiet Schäden verursacht. Allein die Groitzscher Feuerwehren meldeten 27 Einsatzstellen, die Elstertrebnitzer mussten zweimal ran. Eher vereinzelt waren die Kameraden in anderen Kommunen gefordert. Laut Mike Köhler vom Kreisfeuerwehrverband mussten die Bornaer je einen Baum am Hochhaus und im Gewerbegebiet Am Wilhelmschacht von der Straße entfernen. Die Frohburger beseitigten einen großen Ast von der Staatsstraße 51 (ehemalige Bundesstraße 95) in der Stadt. Und die Mutzschener räumten in der Ortslage Roda ganz im Osten die Zufahrt zum Campingplatz wieder frei, die ein umgestürzter Baum versperrt hatte. Aus den Polizeirevieren Borna und Grimma ist lediglich mitgeteilt worden, dass die Feuerwehr Rötha eine umgekippte Laterne entfernte.

In der Schusterstadt wurden die Kameraden kurz vor 20 Uhr zum ersten der zahlreichen Einsätze gerufen. Insgesamt, informiert der Groitzscher Vize-Stadtwehrleiters Köhler, kümmerten sich seine sowie die Gatzener und Michelwitzer Wehren um 18 umgestürzte Bäume, acht umgefallene Verkehrszeichen und ein übergelaufenes Regenrückhaltebecken.

Umgestürzte Bäume blockieren Straßen im Groitzscher Umfeld

Umgestürzte Bäume blockieren Straßen im Groitzscher Umfeld.

Quelle: Mike Köhler

Groitzscher Feuerwehr wird von Landwirtschaftsbetrieb unterstützt

Auf der Verbindungsstraße von Groitzsch nach Langenhain waren gleich vier Bäume umgefallen, wodurch sie die Weiterfahrt mehrerer Fahrzeuge blockierten. Einige Obstbäume waren sogar meterweit aufs angrenzende Feld geweht worden. Einige Verkehrsschilder, aus ihrer Verankerung gerissen, lagen auf der Fahrbahn. In Groitzsch am Schiefen Weg lief ein Regenrückhaltebecken über und überflutete einen angrenzenden Garten. In der Südstraße hatte ein großer Ast, der auf einen Pkw gefallen war, erheblichen Schaden verursacht. In der Ortslage Nöthnitz waren vier Bäume umgestürzt. Eine erhebliche Entlastung erfuhren die Kameraden von Mitarbeitern des Landwirtschaftsbetriebs Agrar GmbH Auligk, der seine Wirtschaftswege eigenständig von umgefallenen Bäumen befreite. Insgesamt wurden 27 Einsatzstellen abgearbeitet. Daran waren 20 Kameraden mit sechs Fahrzeugen beteiligt.

Die Feuerwehr Elstertrebnitz wurde gegen 20.30 Uhr alarmiert. Ein Baum war auf ein Auto gestürzt. Dieser wurde mittels Kettensägen in handliche Stücke zerteilt und vom Fahrzeug entfernt. Dort noch nicht ganz fertig, wurden die Kameraden 20.50 Uhr gerufen, um einen Baum von einer Straße zu beseitigen. Auch hier wurden Kettensägen genutzt. Es waren 13 Kameraden mit zwei Fahrzeugen im Einsatz, teilten die Elstertrebnitzer mit.

Hobby-Meteorologe: 20 Minuten Unwetter mit Sturmböen und Starkregen

Eine Kaltfront hatte am Freitag auf ihrem Weg von West nach Ost die teils kräftigen Gewitter mitgebracht, hat der Groitzscher Hobby-Meteorologe Olaf Becher mitgeteilt. Gegen 19.55 Uhr erreichte die Unwetterfront mit einer Gewitterzelle die Region Groitzsch–Pegau. Vor allem zu Beginn gab es kräftige Sturmböen, dazu Starkregen und eine recht hohe Blitzfrequenz. Allerdings fand die Entladung vorwiegend zwischen den Wolken statt. Beim Durchzug des Gewitters bis gegen 20.15 Uhr fielen laut Messung von Bechers Hobby-Wetterstation im Stadtzentrum 16,2 Millimeter Niederschlag. Die anfangs schwüle Luft kühlte sich in Minuten von 25 Grad Celsius um sechs Grad auf 19 Grad Celsius ab.

Von Olaf Krenz

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