Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Upcycling & Selbstgemachtes: Trödelscheune Pegau vergrößert sich
Region Borna Upcycling & Selbstgemachtes: Trödelscheune Pegau vergrößert sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:16 06.02.2019
Das Team der Trödelscheune Pegau vor seinem neuen Domizil in der ehemaligen Seilerei Selle: Mark Richter, Gerd Gulde und Anne Simanek (von links). Eröffnung soll im Frühjahr gefeiert werden. Quelle: Kathrin Haase
Pegau/Groitzsch

In Pegau gibt es einen Ort, an dem Jäger, Sammler, Bastler und Suchende die Zeit vergessen: Die Trödelscheune in der Carsdorfer Straße 24. Auf rund 80 Quadratmetern Verkaufsfläche können sie zwischen antiken Möbeln und Wohnaccessoires die Spur nach dem gewissen Etwas aufnehmen. Hier gibt es nichts von der Stange, keine Massenware, sondern Einzelstücke mit Charme und Geschichte, ein Mix an Stilrichtungen, Alter und Herkunft.

Möbel wie aus Omas Wohnstube: Die Trödelscheune Pegau bietet Einzelstücke mit Charme und Geschichte an.

Das Team hinter der Trödelscheune setzt sich zusammen aus Anne Simanek (34) und Mark Richter (42) aus Groitzsch sowie Gerd Gulde (55) aus Pegau. Im Oktober 2016 gründeten die Drei das Unternehmen, machten aus ihrem Hobby einen Job zum Geldverdienen. "Ich war schon länger im Trödelgeschäft tätig und habe Mitstreiter gesucht", erzählt Gulde, der mal Werkzeugmacher gelernt hat. "So haben wir uns kennengelernt und es hat von Anfang an gut gepasst."

Einrichten mit Charme: Handel mit gebrauchten Möbeln

Ihr Kerngeschäft beschreiben die Trödler mit den Worten „Einrichten mit Charme“: also den Handel mit gebrauchten und historisch wertvollen Möbeln, Haushaltsauflösungen, Umzüge, Kleintransporte sowie Dienstleistungen rund ums Haus, so der Inhaber Mark Richter, ein gelernter Tischler. Tätig ist das Trio im Umkreis von rund 30 Kilometern, von Leipzig bis Borna und Zeitz. Aber auch Kunden aus ganz Deutschland interessieren sich für die Pegauer Unikate, verschickt wurden schon Sammlerstücke nach Düsseldorf und an die Nordsee.

Dieser hölzerne Karren steht vor der Obermühle in Pegau. Er soll wieder hergerichtet werden und künftig als Blickfang auf dem Hof dienen. Quelle: Kathrin Haase

Nach über zwei Jahren in der Carsdorfer Straße will sich die Trödelscheune nun vergrößern und nimmt Anlauf zu einem Sprung in die Eulauer Straße beziehungsweise die Flur am Stadtbad. "Das Gelände in Carsdorf soll anderweitig bebaut werden, also mussten wir uns nach einer neuen Bleibe umsehen", erzählt die einzige Frau im Team. Nach monatelangem vergeblichem Suchen kam der Eigentümerwechsel in der Seilerei Selle sowie der Obermühle am Elstermühlgraben wie gerufen. "Es war genau das, was wir gesucht haben. Das Objekt steht auf historischem Boden und hat großes Potenzial", sagt Mark Richter und freut sich auf die Herausforderung.

Blick auf die Obermühle in Pegau. Auf dem Mühlenhof zieht im Frühjahr die Trödelscheune ein. Quelle: Kathrin Haase

200 Quadratmeter Verkaufsraum

Auf 200 Quadratmetern soll der Verkaufsraum im Erdgeschoss großzügiger als bisher gestaltet werden. Daneben wollen die Trödler künftig Platz für kreative Köpfe und Handwerk anbieten – von Selbstgenähtem über handgemachte Postkarten, Seifen, Linoleumschnitte und kunsthandwerkliche Dinge. Parallel dazu werde es Workshops geben, rund ums Wohnen, Einrichten und Upcyceln.

Blick auf die Obermühle in Pegau. Quelle: Kathrin Haase

Gegenwärtig sanieren die neuen Mieter das 400 Jahre alte Gebäude der Seilerei und richten es für ihre Zwecke her. Der besondere Industriecharme und historische Charakter sollen erhalten bleiben, betont Anne Simanek. Im Frühjahr gebe es für alle Kunden und Interessenten eine Umzugs- beziehungsweise Einweihungsfeier, die dem gegenseitigen Kennenlernen dienen soll. Der genaue Termin werde noch bekanntgegeben.

Bänke und Leseecken laden zum Ausruhen ein

Sobald es draußen schöner wird, laden die Groitzscher und Pegauer zum Verweilen auf dem großen Hof am Elstermühlgraben ein. "Die Ecke wird richtig belebt", hat es Gerd Gulde vor Augen und setzt dabei auf die Besucher des Stadtbades als auch auf die Randwanderer des Elberadweges, die hier einen Zwischenstopp einlegen können. Sitzgelegenheiten und Leseecken zum Entspannen sind dann ausreichend vorhanden.

Hinter der Obermühle und der ehemaligen Seilerei Selle fließt der Elstermühlgraben. Quelle: Kathrin Haase

Von Kathrin Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bornaer Linken haben ihre Stadtratskandidaten nominiert. Darunter sind auch zwei junge Leute.

06.02.2019

Ein lebhaftes Gebäude aus farbigen Quadern – das soll der neue Kindergarten der Stadt Kitzscher werden. Das Bornaer Büro Beier und Steiner bereitet den Bauantrag und die Ausschreibung vor.

06.02.2019

Musikunterricht ist der Renner am Beruflichen Gymnasium in Böhlen. Manche Schüler aus dem Landkreis Leipzig gehen deswegen extra hier zur Schule. Eine Schülerband soll das Angebot komplettieren.

06.02.2019