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Urban: Das Freibad ist die Luxusvilla

Urban: Das Freibad ist die Luxusvilla

Auf der Sondersitzung des Stadtrates morgen Abend im Stadtkulturhaus geht es morgen Abend nicht um den so genannten Gemeingebrauch des Bockwitzer Sees. Dieses Thema steht erst auf der regulären Stadtratssitzung am 18. September auf der Tagesordnung.

Ist schon lange voll Wasser, kann aber bisher nicht genutzt werden: der Bockwitzer See, mit dem sich der Stadtrat befassen wird.

Quelle: Archiv

Borna. Dann geht es um einen geänderten Beschlussantrag, den SPD-Fraktionschef Oliver Urban jetzt präsentiert hat. Morgen befasst sich der Stadträte neben Auftragsvergaben lediglich mit der Aktualisierung des städtischen Internetauftritts.

Inhalt der neuerlichen Beschlussvorlage, die die SPD/FDP-Fraktion einbringt: Die Stadt Borna soll ihren Willen zum Gemeingebrauch des Gewässers umgehend bei der Unteren Wasserbehörde des Landkreises im Landramtsamt anzeigen. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) hatte einen ersten Vorstoß von Urban vor zwei Wochen mit dem Hinweis abgelehnt, dass das nach Hinweisen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung (LMBV) frühestens im nächsten Jahr möglich sei.

Urban erklärte jetzt, sein neuerlicher Vorstoß, der auch die Einsetzung eines zeitweiligen beratenden Ausschusses aus Stadtratsmitgliedern zur Erarbeitung eines Konzepts zur Nutzung des Sees beinhaltet, sei mit der Kommunalaufsicht im Landratsamt abgestimmt. Es sei ein Unding, dass am Bockwitzer See eine neue Straße sowie ein Parkplatz gebaut würden, der See aber weiterhin von der Nutzung ausgeschlossen bleiben soll. Der Stadtrat werde ein Konzept vorlegen, "wir brauchen jetzt eine Richtung".

Es gehe auch darum, das Machbare möglich zu machen. Das heiße, das mit dem Bockwitzer See eine finanzierbare Bademöglichkeit geschaffen werden könne. Und das geschossene Freibad, dessen Wiedereröffnung gültigen Stadtratsbeschlüssen zufolge weiterhin erklärtes politisches Ziel der Stadt ist? "Das ist die Luxusvilla, von der wir nicht wissen, ob wir sie uns leisten können", so der SPD-Fraktionschef. Wenn für die Wiedereröffnung des Bades An der Wyhraaue Kredite aufgenommen werden müssten, "dann müssen wir auch von den Bürgern Beiträge zum Straßenausbau erheben". Bisher sei aber Konsens gewesen, genau das nicht zu tun. Und selbst wenn die notwendigen Investitionen dafür finanzierbar seien, blieben Personalkosten von 200 000 Euro im Jahr, die zu hoch seien. Das Bad sei vor acht Jahren schließlich nicht umsonst, sondern aus Kostengründen geschlossen worden.

Oberbürgermeisterin Luedtke macht hingegen deutlich, dass sie an den Plänen zur Wiedereröffnung festhält. Borna brauche ein Freibad, in dem es eine Aufsicht für Kinder gebe. Außerdem könne am Bockwitzer See niemals derart für Sauberkeit gesorgt werden wie das im Freibad An der Wyharaue möglich sei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.08.2014
Nikos Natsidis

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