Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Ursprüngliche Eichenallee soll wieder auf den Röthaer Rittergutswiesen entstehen
Region Borna Ursprüngliche Eichenallee soll wieder auf den Röthaer Rittergutswiesen entstehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:20 21.11.2016
Baumpflanzaktion: Eichenbäume zieren künftig die Rittergutswiesen. Quelle: René Beuckert
Anzeige
Rötha

Die einst von Eichenbäumen gestalteten Rittergutswiesen in Rötha, waren durch den nahen Bergbau zu einer öden Wiesenlandschaft verkommen, in der nur wenige Bäume überlebten. Die Mitglieder des Vereins „Gestern-Heute-Morgen“ sowie deren Mitstreiter stellten sich nun die Aufgabe, den Schlosspark und die Rittergutswiesen in ihren Ursprung wieder herzustellen. Am Samstag trafen sich Vertreter von Kommune und Vereinen, wie Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und besagter Röthaer Verein, um die ursprünglichen Eichenalleen auf den Rittergutswiesen neu entstehen zu lassen.

„Diese Baumpflanzaktion gibt es bereits seit vielen Jahren. Dank der Spenden von Bürgern haben wir über die Jahre hinweg sogar Bäume anpflanzen können. Doch dieses Mal war es uns möglich, durch den Sponsor Fielmann, 53 Starkbäume in den Boden einzusetzen“, hob Vereinsvorsitzender Walter Christian Steinbach hervor. Das geschähe aber nicht willkürlich, erklärt Steinbach, vielmehr gestalten sie das Areal nach alten Plänen.

Bürgermeister Stephan Eichhorn konnte sich noch gut erinnern, als er als Kind auf dem Gelände neben dem Park Eicheln sammelte. „Hier stand eine Eichenallee, die wir als Kinder gern zum Spielen nutzten. Dass diese wieder neu entsteht, freut mich besonders, da für kommende Generationen etwas Bleibendes aus der Geschichte geschaffen wird.“

Achim Keil, der verschiedene Funktionen inne hat und auch bei diesem Ereignis tatkräftig mit weiteren Mitstreitern die Bäume einsetzt, bedauerte, dass in der Vergangenheit nahezu 60 Prozent des angepflanzten Baumbestandes Opfer von Käfern und Schermäusen wurden. „Die Wühlmäuse haben die Wurzeln regelrecht weggefressen. Deshalb wird nun um das Wurzelwerk der neuen Anpflanzungen ein engmaschiges Drahtgitter gelegt. „Damit nehmen wir den Schermäusen die Grundlage, daran zu nagen“, betont Achim Keil. Der vorhandene und neu eingesetzte Baumbestand wird den Sommer über bei hohen Temperaturen gegossen. „Eigentlich ist das hier ein Auengebiet, welches normalerweise von Natur aus sich im Frühjahr mit genügend Wasser versorgt, so dass der Baumbestand während der Sommerzeit davon zehren könnte, doch leider klappt das nicht immer“, stellt Achim Keil fest.

Baumpflanzaktionen in und um Rötha gab es schon zu DDR Zeiten, wie sich Gabriele Kämtner erinnert. „Damals haben wir von der Jungen Gemeinde und später, Anfang der 80er Jahre, durch das christliche Umweltseminar die Initiative ergriffen, dem durch den Kohleabbau erfolgende Baumsterben Einhalt zu gebieten. Heute setzt der Röthaer Verein ,Gestern-Heute-Morgen’ die Tradition des Bäumepflanzens fort, zumal der Blick auf das bevorstehende Jubiläum des Parkes ins Haus steht“, sagte Gabriele Kämtner.

Martin Preiß vertrat das Unternehmen Fielmann, das 53 Bäume sponserte. „Für Fielmann ist es eine Herzensangelegenheit, dass die Umwelt zusehends grüner wird. Deshalb hat es sich eingebürgert, für jeden neuen Mitarbeiter einen Baum zu pflanzen“, hebt Preiß von der Fielmann AG hervor.

Von René Beuckert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rund um Borna wird Trinkwasser im nächsten Jahr günstiger. Auch Abwasser wird billiger. Dagegen steigt der Preis für das extra erfasste Niederschlagswasser. Aus Sicht einige Verbandsräte hätte die Senkung der Trinkwassergebühren stärker ausfallen müssen.

20.11.2016

Dass die Klinik in Borna eng mit dem Tagebau zusammenhängt, ist seit Freitag deutlich zu sehen. Das Sana Klinikum hat vom Bergbauunternehmen Mibrag die Schaufel eines Eimerkettenbaggers erhalten und diese am Haupteingang postiert. Zeitgleich kam eine Zeitkapsel anlässlich des 40. Geburtstags des Sana-Konzerns in der Kreisstadt an.

19.11.2016

Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Rötha stimmt sich auf die „Adventsmusik im Kerzenschein“ ein, die am 11. Dezember in der Georgenkirche stattfindet. Bis zum großen Auftritt wird an jedem Sonnabendvormittag im Gemeindehaus geprobt. Jeder, der mitsingen möchte, ist eingeladen, sagt Röthas Kantor Jihoon Song

19.11.2016
Anzeige