Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Vandalismus in Borna
Region Borna Vandalismus in Borna
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:28 19.05.2015
Das Rote Sofa am Breiten Teich könnte ein echtes Schmuckstück sein. Allerdings lockt es ebenso wie das gesamte Areal immer wieder Vandalen an. Quelle: Thomas Kube

Immerhin soll in den nächsten Tagen das sogenannte Rote Sofa, das knallrote Sitzmöbel im XXL-Format am Teichufer, wieder mit neuer Farbe versehen werden.

Der Streetballplatz am Stadion war lange Zeit gesperrt. Immer wieder, so Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke), hatten Vandalen Bierflaschen auf die Tartanbahn geworfen und den Belag zerschnitten. Nicht der einzige Ort in der Stadt, an dem Unbekannte immer wieder ihr Mütchen kühlen. Die Halfpipe war deshalb schon vor längerer Zeit von Borna-Nord in den Osten der Stadt, neben den Netto-Markt, verlagert worden.

Was immer wieder für besondere Aufregung sorgt, ist das Rote Sofa. Das ist zum einen ein beliebter Treffpunkt junger Leute, wobei Jugendreferent Inya-Tinko Rabold davon spricht, dass sich dort vor allem Leute aus der Ü-18-Fraktion zu schaffen machen. Zumindest seien es Leute, die mit dem eigenen Auto heranfahren, um sich dort zu vergnügen. Das allerdings sieht oftmals so aus, dass McDonalds-Tüten im Wasser oder auch neben dem Papierkorb landen oder Plakate abgerissen werden. Das Flaschenhotel, eine Art origineller Sammelbehälter, ist mittlerweile dreimal zerstört worden. Rabold, der mit dem Kinder- und Jugendparlament immer wieder versucht, am Teich für eine gewisse Ordnung zu sorgen, hat mittlerweile resigniert. Ein neues Flaschenhotel wird nicht wieder installiert. Das Kinder- und Jugendparlament hatte erst kürzlich Müll aus dem Wasser geholt. "Es war vielleicht nicht vollständig alles weg, aber doch in wesentlichen Teilen", so der Jugendreferent. Es dauerte aber nicht lange, und der unschöne Urzustand war wiederhergestellt. "Und aller zwei Wochen können wir nicht anrücken." Es sei in gewisser Weise "sinnlos", sagt der engagierte Interessenvertreter der jungen Generation in der Stadtverwaltung.

In den nächsten Tagen wird Rabold mit Leuten aus dem Kinder- und Jugendparlament anrücken, um dem Roten Sofa einen neue Anstrich zu verpassen, das mit Graffiti besprüht und außerdem beschädigt ist. Auf das Sofa kommt roter Lack. Wobei Rabold betont, dass die Farbe der Couch nichts mit der politischen Führung der Stadt zu tun hat. Planer Hans-Gert Kleymann vom Planerzirkel Halle, der für die Gestaltung des Teich­areals verantwortlich war, habe außerdem die Verwendung einer anderen Farbe abgelehnt, die als Alternative diskutiert wurde. Das hänge auch mit den zwei großen roten Töpfen und den roten Lampen in Grashalm-Form zusammen, die gleichfalls am Teich stehen. Die müssten sozusagen miteinander korrespondieren. Während der Arbeiten am Sofa kommt ein Bauzaun um das Möbelstück, dass dann nicht nutzbar ist.

Es gibt auch Überlegungen, mit einem "eigenen" Graffito dafür zu sorgen, dass andere Sprayer von eigenen "Kunstwerken" am Roten Sofa abgehalten werden. In der Szene gilt es als ungeschriebenes Gesetz, dass Werk eines anderen nicht zu übersprayen. Aber das, sagt Jugendreferent Rabold, sei noch nicht entschieden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.06.2014
Natsidis, Nikos

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Mai laufen die Arbeiten für das neue Wehr am Mühlgraben in Elstertrebnitz. "Der Umfluter ist jetzt fertiggestellt und auch die Spundwände stehen, damit sind die Voraussetzungen für den Bau des eigentlichen Wehrs geschaffen", sagte gestern Axel Bobbe, Leiter des Röthaer Betriebsteils der Landestalsperrenverwaltung, auf LVZ-Anfrage.

19.05.2015

Dass eine 19-Jährige aus Elbisbach am Pfingstwochenende auf dem Heimweg von der Disco einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel - diese schlimme Nachricht beschäftigte gestern viele Menschen in der Region.

19.05.2015

Ganz ohne sommerlich musikalisch-gastronomische Unterhaltung müssen die Bornaer doch nicht über die warme Jahreszeit kommen. Mit dem Sommerfest gibt es in der Zeit vom 18. bis 20. Juli zumindest an drei Tagen auf dem Markt ein Angebot, bei dem zu Musik kühle Getränke und Speisen gereicht werden - letzteres freilich in Form von Selbstbedienung, wie Kulturmanagerin Gabriele Schitke jetzt mitgeteilt hat.

19.05.2015
Anzeige