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Borna Verband: A 72 nicht weiter verzögern
Region Borna Verband: A 72 nicht weiter verzögern
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02:00 19.07.2011
Wenn die A 72 erst in Borna ist, muss es ohne Verzögerung weitergehen, so der Zweckverband.
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Markkleeberg/Borna

Die Erklärung wird an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) gesandt.

Einstimmig und nach nur kurzer Diskussion wurde die Willenserklärung verabschiedet. Den Anstoß dazu hatte die Gemeinde Espenhain gegeben, die nach Fertigstellung der A 72 bis Borna unter der dann stetig wachsenden Blechlawine am meisten zu leiden haben wird. „Je eher die Erklärung beschlossen wird, desto besser", hatte Kitzschers Bürgermeister Maik Schramm in die Debatte geworfen. Denn kurzzeitig war in Erwägung gezogen worden, sie bis zur nächsten Verbandsversammlung liegen zu lassen. Hintergrund: Die Stadt Leipzig ist dagegen, die Autobahn vom Kreuz Gaschwitz bis zu ihren Stadtgrenzen weiterzuführen. Nach dem Willen der Messestadt soll die A 72 am Kreuz der A 38 enden und wie bisher die Bundesstraße 2 in die Großstadt führen. Das hatte der Zweckverband Kommunales Forum zunächst anders gesehen, die Stellungnahme aber im Sinne seiner Mitgliedskommune Leipzig geändert. Nichtsdestotrotz fordert der Zweckverband auch eine zeitnahe Ertüchtigung der B 2 zwischen der A 38 und der Stadt Leipzig, und zwar unter Beachtung der historischen Park- und Auenlandschaft, „um so den landschaftsarchitektonisch unverantwortlichen Kohleersatzbau der B 2 nicht zu verstetigen". „Man kann an Gaschwitz nicht halt machen, der Verkehr wird kommen", sagte der Verbandschef und Markkleeberger Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD).

In der Willenserklärung betont der Verband, dass die A 38 und 72 „eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Region" sind. Nachdem es bereits erhebliche Verzögerungen beim Bau der A 38 gegeben habe und jüngste Äußerungen die Verkehrswirksamkeit der A 72 auf 2020 datieren, fordere der Verband den Freistaat Sachsen auf, keine weiteren Verzögerungen, die zu zusätzlichen Belastungen führen werden, zuzulassen. Gravierende Beeinträchtigungen entstünden für die Region allein schon dadurch, dass nach Fertigstellung der A 72 bis Borna der gesamte Autobahnverkehr auf der B 95 verlaufen wird - durch Eula, Gestewitz, Kesselhain, Espenhain und Markkleeberg oder Ortslagen tangierend wie im Falle Rötha. Dabei sei in der „Verkehrsplanerischen Untersuchung - Prognose 2020" des Planfeststellungsantrages für den Autobahnabschnitt 3.2 belegt, dass die B 95 dem Verkehrsaufkommen nicht gewachsen ist.

Die Planungsfortschritte für die Abschnitte von Borna bis zur A 38 „können wir nur bedingt als ,auf einem guten Weg‘ betrachten. Entscheidend ist nicht allein die schnellstmögliche Fertigstellung der Planungen, vielmehr fordern wir auch einen schnellstmöglichen Bau. Und das nicht nur für den Abschnitt Borna bis Espenhain", heißt es weiter. Denn schwerwiegende Auswirkungen habe das Führen des Autobahnverkehrs auf der B 95 nicht nur auf die Verkehrsbelastung der Bundesstraße, sondern auch im nachgeordneten Netz der Kommunen. Ziel der Verantwortlichen müsse es daher sein, durch einen zeitlich lückenlosen Bau aller Abschnitte die Belastungen zu minimieren. „Dies ist jedoch aus unserer Sicht nur zu erreichen, wenn wirklich alle Ressourcen auf die Fertigstellung der Planungen zur Erlangung des Baurechts und die unmittelbar anschließende Baurealisierung aller Abschnitte konzentriert werden."

Frank Prenzel

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