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Borna Verband der chemischen Industrie ehrt Böhlener Bürgerkontaktgruppe
Region Borna Verband der chemischen Industrie ehrt Böhlener Bürgerkontaktgruppe
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15:24 30.05.2016
Unternehmen in Böhlen-Lippendorf wie die Mibrag sitzen mit der Bürgerkontaktgruppe am Tisch, um gemeinsame Lösungen zu finden. Quelle: Jens Paul Taubert
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Böhlen

Die Dow-Bürgerkontaktgruppe aus Böhlen und Neukieritzsch ist vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit dem Responsible-Care-Preis ausgezeichnet worden. Damit ehrt der Verband das ehrenamtliche Engagement der Gruppe, die im stetigen Dialog mit den ortsansässigen Unternehmen ist, um einvernehmliche Lösungen zu finden, wenn es beispielsweise um Lärm- und Staubbelastungen in den angrenzenden Wohngebieten geht. Der bundesweit ausgelobte Preis geht in der Kategorie „Dialog“ an die Böhlener, Zwenkauer und Neukieritzscher Mitglieder.

Die Initiative „Responsible Care“ (verantwortliches Handeln) ist bereits vor 25 Jahren von der chemischen Industrie ins Leben gerufen worden. Zu den wichtigsten Handlungsfeldern gehören dabei Arbeits- und Gesundheitsschutz, Transportsicherheit und eben der Dialog mit der Gesellschaft.

„Mit einem solchen Preis hätten wie nie gerechnet“, gibt Lothar Kapitza zu, der 1997 zu den Gründern der Gruppe gehörte. Streng genommen gehe es den Mitgliedern auch nicht darum, „Preise einzuheimsen“, sondern um eine gut funktionierende Nachbarschaft aller Beteiligten.

„Seit fast 20 Jahren ist die Bürgerkontaktgruppe am Standort Böhlen eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Unternehmen und den Bürgern, wenn es um Transparenz und den Dialog mit den Gemeinden und den Anwohnern geht“, betonte bei der Preisverleihung Reiner Roghmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dow-Olefinverbund GmbH. Über die Jahre habe sich ein konstruktives, von gegenseitigem Respekt getragenes Verhältnis entwickelt.

Noch immer ist eine solche Kontaktgruppe beispiellos in der Region und selbst auf Bundesebene. An anderen Standorten von Dow, wo der Chemieriese eine solche Gruppe ins Leben rufen wollte, scheiterten diese Versuche. „Wir haben es dennoch versucht, denn wer kämpft, kann verlieren, wer aber gar nicht erst kämpft, hat schon verloren“, sagt Horst Tilke, ehemaliger Personalchef der früheren Heliosklinik in Borna und wohnhaft in Neukieritzsch.

Heute sitzt bei der Gruppe längst nicht nur die Dow am Tisch, mittlerweile haben sich auch Vattenfall, die Mibrag und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) eingeklingt. Mit der Auszeichnung zieht Kapitza eine durchweg positive Bilanz. So sei es gelungen, zwei Großraumbagger im Tagebau Schleenhain umzusetzen, um den Lärm zu minimieren. Zudem wurden in den umliegenden Tagebauen akustische Anfahr-Warnungen der Transportbänder nachts auf optische Warnungen umgestellt.

Um den Staub einzudämmen, wurde unter anderem vor der Ortslage Lippendorf ein Wald-Gehölzschutzstreifen angelegt. Doch nicht nur die Zahl der Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, auch die Gruppe selbst wächst weiter. Mittlerweile engagieren sich 20 Bewohner aus Böhlen, Rötha, Lobstädt, Zwenkau und Neukieritzsch.

Von Julia Tonne

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