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Borna Verband muss neue Technologie suchen
Region Borna Verband muss neue Technologie suchen
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12:30 15.09.2018
Wenn die Waschmaschine streikt, kann das auch an Beschädigungen durch hartes Wasser liegen. Quelle: dpa
Borna

Spätestens seit Anfang dieses Jahres hätte der Zweckverband für Wasser und Abwasser Bornaer Land (ZBL) den Bau einer Trinkwasserenthärtungsanlage für das Wasserwerk Kesselshain vorbereiten können. Nach anderthalbjährigen Debatten, einem Widerspruch und einer Prüfung durch das Landratsamt waren im Verband die Weichen für den Bau einer solchen Anlage gestellt. Sie soll das leidige Problem sehr harten Wassers im östlichen Verbandsgebiet entschärfen, wo seit Jahren über Kalkablagerungen und vorzeitigen Verschleiß geklagt wird. Doch das Projekt scheint seit Monaten auf Eis zu liegen. Über die Gründe wird nur spekuliert.

Verbandsversammlung am Dienstag

Verbandsgeschäftsführer Michael Spitzner hält sich mit einer öffentlichen Information bisher zurück. Erst auf wiederholte Nachfrage teilte er der LVZ jetzt mit: „Soweit es Neuigkeiten zur Enthärtungsanlage gibt, möchte ich diese zunächst den Verbandsräten auf der Verbandsversammlung des ZBL vortragen.“ Die nächste findet am Dienstag statt.

Tatsächlich wäre es für den ZBL einigermaßen peinlich, wenn das Projekt nach der schier endlosen kontroversen Debatte mit mehreren Sitzungen, teuren Gutachten und Gegengutachten scheitern würde oder noch lange aufgeschoben werden müsste. Dabei waren die Kosten für die Anlage schon vor der Beschlussfassung – mit Sperrvermerk – in den Wirtschaftsplan für 2017 und 2018 eingestellt worden.

Offensichtlich nur ein kleiner Kreis informiert

Über die Gründe ist offenbar nur ein enger Kreis der Bürgermeister der Verbandsgemeinden informiert. Der Stillstand könnte nach Informationen der LVZ daran liegen, dass das Verfahren, auf dessen Grundlage im ZBL über den Bau einer Enthärtungsanlage gesprochen wurde, nicht mehr angewendet werden darf. Das Regelwerk dafür stellt der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) auf, der Branchenverband der Gas- und Wasserwirtschaft.

„Wir werden auf jeden Fall eine Enthärtung bauen“, sagte die Verbandsvorsitzende Simone Luedtke, Oberbürgermeisterin von Borna, der LVZ. Möglicherweise nach einer anderen Technologie.

Von André Neumann

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