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Borna Verdiente Böhlener für ehrenamtliches Engagement geehrt
Region Borna Verdiente Böhlener für ehrenamtliches Engagement geehrt
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21:04 17.01.2016
Kulturelles Programm: Das Leipziger Symphonie Orchester unter Leitung Dirigent Wolfgang Rögner spielt zum Neujahrsempfang. Quelle: Andreas Döring
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Böhlen.

Zwei Themen dominierten den traditionellen Neujahrsempfang am Sonntag im Kulturhaus: der Kampf um den Erhalt des Leipziger Symphonieorchesters (LSO) und die Auszeichnung von sieben Böhlenern mit dem Ehrenamtszertifikat.

Erstes Thema, und das machte Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) deutlich, liege ihm besonders am Herzen. Allein die Vorstellung, dass es demnächst eines der beiden Orchester nicht mehr geben könnte, sei völlig abwegig. „Und würde es das LSO treffen, das in dieser Form nicht mehr weiter existieren würde, wäre die enge Symbiose mit dem Kulturhaus hier zerstört - zudem hängen an der Entscheidung persönliche Tragödien.“ Er hofft auf schnelle politische Lösungen und gibt sich vor voll besetztem Haus ein wenig optimistisch: „Der Neujahrsampfang heute wird nicht der letzte mit den Musikern sein.“ Er bat noch einmal eindringlich alle Besucher, sich in die Unterschriftenlisten einzutragen.

Ein anderer Schwerpunkt des Vormittags war die Vergabe der Ehrenamtspreise an verdiente Bewohner. Wie im vergangenen Jahr waren es wieder sieben Böhlener, die ausgezeichnet wurden. So erhielt Babett Fichtner, seit fünf Jahren Vorsitzende vom SC Eintracht 09 Großdeuben, den Preis von Barbara Lehmann von der Stadtverwaltung. „Mit Klugheit, Engagement und weiblichem Charme ist sie auch schier unlösbare Aufgaben angegangen“, lobte Lehmann. Denn es galt nicht nur, das Sportplatzgelände zu kaufen, sondern auch den „Acker wieder so herzurichten, dass die 126 Mitglieder des Vereins dem Fußball hinterherjagen können“. Fichtner bewarb sich mit dem Großprojekt bei der MDR-Sendung „Mach dich ran“ - mit Erfolg. Mittlerweile sei aus dem Acker ein bespielbarer Platz geworden.

Großen Anteil daran hatte auch der zweite Preisträger, Lothar Kischkel von der Firma Erti. Als das Fernsehen bei ihm nachfragte, ob er bei der Lösung der Aufgabe helfen würde - ehrenamtlich und ohne Vergütung - ließ er sich nicht lange bitten und sagte zu. „Auf Kischkel und die Mitarbeiter kam allerdings viel mehr Arbeit zu, als sie erwartet hatten. Dennoch haben sie die Aufgabe mit Bravour umgesetzt“, machte Lehmann bei ihrer Laudatio deutlich.

Ausgezeichnet wurden zudem beim Neuahrsempfang Hans-Joachim Keil und Carola Milde vom Columbus e.V. Bleibende Werke, die diese beiden von der Idee bis zur Verwirklichung mitbestimmt und durchgeführt haben, seien unter anderem die grünen Klassenzimmer der Grund- und Oberschule, die Außenflächen am Kindergarten Böhlener Knirpse, der Fahrradbahnhof und der Müllcontainerplatz auf dem Gelände der Grundschule. Auch die Kleiderbörse Am Ring ist laut Lehmann ein „Baby des Vereins“, der arbeitslosen Menschen in Projekten Beschäftigungen bietet.

Gerhard Albrecht kann nach Aussage von Lehmann auch nicht Nein sagen. „Alles Gute auf der Welt geschieht nur, wenn einer mehr tut, als er tun muss.“ Albrecht gründete den Förderverein der Oberschule und leitet ihn zudem seit einigen Jahren. Mit seinem Engagement gelang es, zweimal vom Spendenprogramm des Unternehmens Dow zu profitieren und von dem Geld eine Bühne anzuschaffen sowie die DAZ-Klassen zu unterstützen.

Stephan Zschoch musste ebenfalls am Sonntag auf die Bühne. Er bekam die Auszeichnung für 50 Jahre Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr Böhlen. Zudem war er als Stadtrat tätig, arbeitete im Gewerbeverein mit und zeigte immer ein Händchen für die Organisation bei der Feuerwehr. Letzter im Bunde der neuen Ehrenamtspreisträger ist Steffen Barkowski. Der passionierte Tischtennisspieler hat zum 1. Januar den neuen Verein TTV Chemie Böhlen gegründet, gehörte vorher mehr als ein viertel Jahrhundert dem SV Chemie Böhlen an und trainierte jahrelang den Nachwuchs. 2016 wird für ihn ein spannendes Jahr, denn er wird beim internationalen Tischtennisturnier in der Sporthalle Am Freibad sicherlich unersetzlich.

Von Julia Tonne

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