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Borna Verein Wegweiser aus Böhlen bekommt 5000 Euro für neue Möbel im neuen Domizil
Region Borna Verein Wegweiser aus Böhlen bekommt 5000 Euro für neue Möbel im neuen Domizil
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19:00 05.09.2016
Der Verein Wegweiser bekommt nicht nur Geld von der Dow, sondern auch eine neue Unterkunft von der Stadt Böhlen. Das bisher genutzte Gebäude (Foto) ist ein Energiefresser. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Der Wegweiser aus Böhlen ist einer von 16 Vereinen des Landkreises, die in diesem Jahr eine Förderung des Chemieunternehmens Dow bekommen haben. Über das lokale Spendenprogramm „Wir für hier“ gab es jetzt einen Scheck über 5000 Euro.

„Für uns ist das großartig, davon können wir in den nächsten Wochen vor allem Mobiliar und methodisches Material anschaffen“, sagt Annett Engelmann, die Beratungsstellenleiterin des Wegweisers. Das sei dringend notwendig, immerhin gebe es das bisherige seit 1994. In dem Jahr entstand die Erziehungs- und Familienberatungsstelle, ein Jahr später kam die Anerkennung vom Jugendamt des Landkreises. Seit einigen Jahren ist der Verein im Flachbau in der Leipziger Straße 87 untergebracht. Die Summe kommt dem Verein mehr als gelegen, steht schließlich auch der Umzug in das Haus II der Stadtverwaltung in einigen Monaten bevor. „Wir brauchen mehr Räume, die Bedingungen jetzt sind nicht optimal“, macht Engelmann deutlich. Benötigt werden Beratungszimmer, ein Gruppen- und ein Warteraum. Hinzu komme das Sekretariat.

Dass der Verein dringend mehr Platz benötigt, wird auch an den Zahlen deutlich: Im vergangenen Jahr hat der Wegweiser in Böhlen sowie an den Standorten Markkleeberg und Leipzig-Engelsdorf für 369 Klienten 2800 Beratungen angeboten. Und die dort besprochenen Themen reichen von Erziehungsfragen über Trennung, Mobbing bis hin zu Familienkonflikten. Sechs Fachkräfte – ausgebildete Psychologen und Sozialpädagogen – arbeiten an den drei Standorten. „Alle Angebote von uns sind nicht nur kostenfrei, sondern auch niedrigschwellig. Das heißt, dass Familien vorher nicht zum Jugendamt müssen“, betont die Beratungsstellenleiterin.

Wann der Umzug in das Haus II der Stadtverwaltung möglich sein wird, hängt von den Bauarbeiten dort ab. Denn im ersten Obergeschoss müssen laut Bauamtsleiterin Katrin Aust die Fußbodenbalken aus Holz dringend verstärkt werden. Baubeginn könnte im November sein, bisherige Kostenschätzungen liegen bei etwa 85 000 Euro. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Stadtverwaltung das Obergeschoss von Haus II selbst nutzt – für die Unterbringung des Archivs. Das allerdings bekommt sein Domizil im künftigen Rathausanbau, so dass die Räume vom Wegweiser bezogen werden können. Aust rechnet damit, dass im Februar kommenden Jahres die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Dass die Vereine, die den Flachbau nutzen, umziehen müssen, begründet Aust damit, „dass das Gebäude ein Energiefresser ist.“ Die Baracke werde aller Voraussicht nach abgerissen, sonst müsste sie umfangreich und kostenintensiv saniert werden.

Von Julia Tonne

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