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Borna Vereine und Schüler können Sporthalle Böhlen voraussichtlich ab 2020 nutzen
Region Borna Vereine und Schüler können Sporthalle Böhlen voraussichtlich ab 2020 nutzen
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00:20 12.08.2017
Auf dem Gelände des einstigen Polytechnikums entsteht bis 2020 eine neue Zweifeldhalle für Schüler und Vereine. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Die neue Sporthalle in Böhlen nimmt langsam, aber sicher Formen an – wenn auch zunächst auf dem Papier. Am Dienstagabend stellte Matthias Auspurg vom gleichnamigen Planungsbüro während einer Sondersitzung des Stadtrates Details vor. Die Sitzung war diesmal gut besucht, unter den Zuhörern waren Vereine, Schulleiter und Sportler. Doch nicht alles, was an dem Abend erläutert wurde, fand auch Zustimmung.

Viele Änderungen zur Entwurfsplanung habe es laut Auspurg nicht gegeben, „einiges haben wir noch konkretisiert“, machte er deutlich. Geplant ist – wie berichtet – eine vollständig barrierefreie Zweifeldhalle mit angrenzendem Sanitärtrakt, Umkleidekabinen sowie Geräteräumen. „Auf der Tribüne finden bis zu 180 Zuschauer Platz, dann gibt es noch zusätzliche Stehplätze“, erklärte der Planer. Eine Besonderheit bestehe darin, dass die Stadt die Kosten für die Tribünen selbst übernehmen müsse, „sie sind schlicht nicht förderfähig“. Das betrifft aber nicht nur die Zuschauerränge, sondern auch mögliche Parkplätze in der Wilhelm-Wander-Straße. Laut Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) seien diese als eigenständige Baumaßnahme der Stadt zu betrachten.

Pfeiler könnten noch verrückt werden

Bisher sehen Auspurgs Unterlagen mehrere Stützpfeiler vor, die entlang der eigentlichen Spielfelder für die entsprechende Stabilität des Bauwerks sorgen sollen. Allerdings schränken sie so die Sicht der Zuschauer deutlich ein. Der Planer schlug daher vor, die Pfeiler weiter nach hinten – also in Richtung Tribünen – zu verrücken, jedoch kämen dann rund 40 000 Euro Mehrkosten auf die Stadt zu. Wie aus den Planungsunterlagen ersichtlich ist, werden sowohl die Wasserversorgung als auch die Heizung von der Oberschule aus erschlossen, die Beleuchtung – für Trainings- und Wettkampfspiele – kann tageslichtabhängig geregelt werden.

Zur Ausstattung der zukünftigen Halle gehören neben einer Spielstandsanzeige eine Notrufanlage, Lautsprecher und eine Trennwand, um beide Felder gleichzeitig nutzen zu können. Ursprünglich war auch eine Cafeteria in den Planungen zu finden, doch weil die ebenfalls nicht förderfähig ist, wurde sie in einen Vereinsraum umfunktioniert. Auf dem Außengelände sollen perspektivisch eine 100-Meter-Tartanbahn und eine Weitsprunganlage entstehen. Die Zufahrt wird über die bereits vorhandene Baustraße erfolgen, die während des Abrisses des Polytechnikums entstanden war.

Bürgermeister: Bauantrag so schnell wie möglich stellen

Die jetzigen Planungen gehen von Gesamtkosten in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro aus, die Stadt hatte kürzlich einen Fördermittelbescheid über 1,5 Millionen Euro erhalten, so dass sie selbst etwa 1,9 Millionen Euro aufbringen muss. Ziel der Sonderstadtratssitzung war es laut Berndt, „den Bauantrag jetzt so schnell wie möglich abzugeben“, damit der Baustart im nächsten Jahr erfolgen könne. Voraussichtlich ab 2020 sei die Halle dann für Vereine und Schüler nutzbar.

Dass die Pfeiler möglicherweise noch verrückt werden können, kam vor allem bei den Sportlern des Handballvereins Böhlen gut an. „Wenn die Stadt dem zustimmt, wäre die Halle wirklich perfekt“, sagte Handballer Steffen Gerdes. Für Unmut bei den Tischtennisspielern hingegen sorgte die Äußerung Auspurgs, ab 22 Uhr müsse wegen des Lärmschutzes in der Halle Schluss sein. „Bei uns fangen die Punktspiele aus beruflichen Gründen erst um 19 Uhr an, da sind wir nie bis 22 Uhr fertig“, erklärte Günther Langner vom Tischtennisverein Chemie Böhlen.

Er hofft, dass es in dieser Hinsicht Aufweichungen der Vorschriften geben könnte, was Bauamtsleiterin Katrin Aust allerdings ablehnte. Wie es nach Fertigstellung der Halle dann für die Sparte weitergehen soll, weiß Langner nach der Aussage nicht.

Von Julia Tonne

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