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Verlassenes Baby: Urteil der Ärzte entscheidet

Verlassenes Baby: Urteil der Ärzte entscheidet

Weiterhin in der Klinik befindet sich jenes neun Monate alte Baby, das die offenbar verwirrte Mutter am Sonnabend über Stunden in seinem Kinderwagen am Fockendorfer Stausee zurückgelassen hatte.

Borna. Auch die in Borna lebende 34-Jährige, nach der die Polizei gefahndet hatte und die sich dann unerwartet selbst auf dem Bornaer Revier meldete (die LVZ berichtete), bleibt vorerst in ärztlicher Obhut. Das Baby wird im Klinikum Altenburg betreut, seine Mutter in der Zschadraßer Klinik für Integrative Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

"Die Familie steht im Kontakt mit dem Jugendamt. Um entscheiden zu können, wie es weitergeht, brauchen wir eine Einschätzung der Ärzte", sagte gestern Nachmittag Brigitte Laux, Sprecherin des Landkreises Leipzig. Das Jugendamt des Landkreises sei in der Verantwortung und bereit, sich um die Unterbringung des Säuglings zu kümmern und der Mutter zur Seite zu stehen. "Entscheidend ist das Wohl des Kindes und daher auch der Zustand der Mutter", sagte Laux. Beides könne man kaum losgelöst voneinander betrachten. Da es sich um ein Baby handele, spiele die Nähe zur Mutter eine besondere Rolle - möglicherweise vor einer üblicherweise denkbaren vorübergehenden Unterbringung des Kindes in einer Kurzzeit-Pflege. Doch über all das sei erst dann zu entscheiden, wenn die Ärzte ihr Urteil abgegeben hätten.

Radfahrer hatten den unbeaufsichtigten Wagen mit dem Baby am Sonnabendmittag nahe der Fockendorfer Stauseegaststätte gefunden. Die Thüringer Polizei hatte unverzüglich mit zahlreichen Beamten rings um Fockendorf nach der Mutter gesucht, während jene am Abend völlig unerwartet und "in psychisch desolatem Zustand", so die Polizei, im Bornaer Revier vorgesprochen hatte, um ihr Kind als vermisst zu melden. "Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen", sagte Maren Tschuck von der Polizeidirektion Gera gestern der LVZ. Danach gehe die Sache möglicherweise an die Staatsanwaltschaft. "Wir sind sehr froh, dass dem Kind nichts passiert ist", sagte Tschuck.

Das sieht man im Landratsamt in Borna nicht anders. Allerdings hält man sich mit näheren Informationen zur Herkunft und sozialen Situation der Mutter strikt zurück. Brigitte Laux bestätigt nur: "Einen Fall, der mit diesem vergleichbar wäre, hatten wir noch nicht."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2013

Schulreich, Ekkehard

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