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Borna Vermisster Mann per Hubschrauber gefunden
Region Borna Vermisster Mann per Hubschrauber gefunden
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14:51 19.05.2015
Bei der Suche nach dem Vermissten in Kohren-Sahlis im Einsatz: Mehrere Rettungshundestaffeln und Rettungssanitäter vom Deutschen Roten Kreuz. Quelle: Thomas Kube

Auf einer Wiese unweit der DRK Wohnstätten lag der seit dem Vortag vermisste Mann, er lebte. Der 54-jährige Heimbewohner wurde - unterkühlt - ins Krankenhaus eingeliefert. Glückliches Ende einer aufwendigen Suche, die seit Sonnabend viele Einsatzkräfte der Polizei und vom Deutschen Roten Kreuz gebunden hatte.

Mitarbeiter der DRK-Einrichtung hatten am Sonnabend gegen 15 Uhr festgestellt, dass einer der 90 Bewohner fehlte. Der behinderte Mann, der unter Betreuung steht, hatte auf einem Spaziergang offenbar die Orientierung im weitläufigen Gelände verloren. Das Polizeirevier in Borna war gegen 18.30 Uhr eingeschaltet und um Hilfe gebeten worden. Diensthunde aus Leipzig kamen in unmittelbarer Umgebung des Heims zum Einsatz. Sie suchten die Fläche ab, außerdem wurden sogenannte Mantrailer eingesetzt - Hunde, die auf die Suche eines Menschen spezialisiert sind.

Die Suche beschränkte sich auf die unmittelbare Umgebung des Heims. Es gebe keine anderslautenden Hinweise, hieß es seitens der Polizei. Darüber hinaus führten Beamte vor Ort Befragungen von Bürgern durch, um wichtige Details über den Vermissten in Erfahrung zu bringen. Ein Hubschrauber flog nicht ein - wegen des schlechten Wetters.

Die Nacht zum Sonntag brachte keine neuen Erkenntnisse über den Verbleib des Vermissten. Die Suche wurde nach Unterbrechung am Morgen fortgesetzt. Peter Winter, Kreisbereitschaftsleiter beim DRK Geithain, wurde gestern gegen 7.30 Uhr von der Einrichtung alarmiert. Über den Bundesverband Rettungshunde wurden insgesamt 25 Hundeführer mit ihren Hunden geordert, darunter Kräfte des Landesverbandes Sachsen-Nord und -Ost. Außerdem waren 24 Mann vom Sanitätsdienst des DRK-Kreisverbandes Geithain vor Ort. Sie durchkämmten zu Fuß das Gelände rund um das idyllisch gelegene Heim und waren laut Winter bereits am Rand der Wiese, wo nahezu zeitgleich vom Hubschrauber aus 12.07 Uhr die Suche erfolgreich war und beendet werden konnte. "Es ist alles gut gelaufen", resümierte Winter und brachte auf den Punkt, was alle zu diesem Zeitpunkt dachten: "Wir sind froh, dass er aufgefunden wurde." Der Mann werde nun in einer Klinik versorgt. Ob er noch eine kühle Nacht durchgestanden hätte, bleibt reine Spekulation.

Kurz danach begaben sich die Einsatzkräfte - unter anderem aus Chemnitz, Meißen und Leipzig - auf den Rückweg. Der Rest des Sonntags war für manchen kurz: Auf Peter Winter beispielsweise wartete am Abend noch die Nachtschicht. Und auch am kommenden Wochenende werden er und viele weitere ehrenamtliche Helfer vom DRK-Kreisverband Geithain wieder unterwegs sein. Beim Frohburger Dreieckrennen sind 80 Leute im Einsatz, blickte er voraus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.09.2014
Saskia Grätz

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