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Borna Vermülltes Erfkamp-Gelände: Graichen sieht Lösung nur mit Eigentümer
Region Borna Vermülltes Erfkamp-Gelände: Graichen sieht Lösung nur mit Eigentümer
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16:00 11.01.2019
Tausende Kubikmeter Abfall lagern illegal auf dem Erfkamp-Gelände in Lobstädt. Quelle: Thomas Kube
Neukieritzsch/Lobstädt

Für die seit Jahren vermüllte Industriebrache in der Glück-Auf-Straße auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei, in Lobstädt – bekannt als Erfkamp-Gelände – sei „eine Lösung nur mit dem Eigentümer möglich“. Das sagte Landrat Henry Graichen (CDU) auf einer Sitzung des Ortschaftsrates Lobstädt in einer ersten Reaktion nach einer LVZ-Veröffentlichung über dort gelagerte Müllmengen und einen Vorstoß des grünen Landtagsabgeordneten Volkmar Zschocke.

Die Bürgerinitiative (BI), die gegen den Verkehrslärm in der Glück-Auf-Straße vorgeht, möchte sich jetzt auch mit dem Schandfleck und den illegalen Abfalllagerungen befassen. Carsten Wiesner von der BI sagte mit Blick auf das Areal auf der Ortschaftsratssitzung: „Uns beschäftigt auch die Umweltproblematik und der Gesundheitsschutz für die Lobstädter.“

Einer der Lagerhallen auf Erfkamp-Gelände hatte gebrannt

Ortsvorsteher Claus Meiner kommentierte die in einer Antwort auf eine von Zschocke gestellte Parlamentsanfrage aufgeführten Abfallmengen und -arten mit den Worten: „Ich hoffe nicht, dass es dort wieder einen Brand gibt.“ Im Jahr 2011 hatte es in einer der Lagerhallen gebrannt, der größte Teil der Brandrückstände liegt heute noch dort.

Ortsvorsteher Claus Meiner hofft, dass es auf dem Gelände nicht wieder brennt. Quelle: André Neumann

Nun geben aktuelle Beobachtungen und Wahrnehmungen von Anwohnern offenbar Anlass zur Besorgnis. Mehrere Anwohner der Straße berichteten auf der Sitzung im Sportlerheim, sie würden abends gelegentlich den Geruch von verbrannter Plaste wahrnehmen.

Müll wird auf dem Areal verbrannt

Das könne auch mit Jugendlichen zu tun haben die sich abends auf dem Gelände tummeln würden. „Der Müll wird weniger, er wird offenbar verbrannt“, zeigte sich auch André Werner, einer der Sprecher der BI, besorgt. Auf Befremden stößt bei Nachbarn auch, dass unmittelbar neben dem vermüllten Gelände gelegentlich Schafe weiden.

Frauke Althaus, die ebenfalls zum Sprecherkreis der Lobstädter BI gehört und wie Volkmar Zschocke Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist, erwartet, dass der Druck auf die Behörden wegen des Erfkamp-Geländes jetzt nicht abreißt. „Wir hoffen, dass der Druck so hoch wird, dass das Thema auf der Tagesordnung bleibt“, sagte Althaus, die seit wenigen Jahren selbst in Lobstädt lebt.

Von André Neumann

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