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Borna Verstärkung für die Schulen im Kreis Leipzig: 34 neue Lehrer
Region Borna Verstärkung für die Schulen im Kreis Leipzig: 34 neue Lehrer
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15:00 12.04.2016
Neue Lehrer braucht der Kreis: Absolventen ersetzen Pädagogen, die aus Altersgründen ausscheiden. (Symbolfoto) Quelle: dpa-Zentralbild
Landkreis Leipzig

Sie kamen im Zuge der Einstellungswelle, mit der die sächsische Staatsregierung auf den Lehrermangel im Bundesland reagiert, in die Schulen. In ganz Sachsen waren im Februar 760 neue Lehrkräfte eingestellt worden.

Der größte Teil der Neuen im Kreis sind nach Angaben von Schulz Absolventen. Deren Übernahme in den sächsischen Schuldienst im Februar sei deshalb möglich geworden, weil die Lehrer ihre Ausbildung sowohl im Winter- als auch im Sommersemester beenden. Allerdings nahmen an den Schulen im Landkreis Leipzig nur vergleichsweise wenig neue Lehrkräfte ihre Arbeit auf. Der Löwenanteil der insgesamt 193 „frischen“ Pädagogen, die im Bereich der Leipziger Bildungsagentur eingestellt wurde, wurden der Großstadt zugeteilt.

„Das hat seine Grund“, sagt Schulz. Bei den Einstellungen gehe es nicht um regionalen Proporz, sondern nach dem realen Bedarf, und der sei in Leipzig mit seiner steigenden Einwohnerzahl entschieden größer als in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen. „In Leipzig gibt es viel mehr Kinder.“ Während es dort um zusätzliche Lehrkräfte geht, werden in Südraum und Muldental mit den Neuen vor allem Lehrer ersetzt, die ihren Dienst aus Altersgründen quittieren, fügt der Agentur-Sprecher hinzu. Das geschehe sukzessive und unabhängig von Schuljahresbeginn und -ende.

Großteil der Lehrer zu DDR-Zeiten ausgebildet

Seit Februar gibt es sechs neue Lehrer an den Gymnasien, etwa in Grimma, sowie zwei Pädagogen in den Berufsschulzentren in Wurzen und Böhlen. Zwölf Lehrkräfte kamen an die Oberschulen. Schließlich gab es an den Grundschulen im Landkreis 14 Zugänge. Alle 34 Frauen und Männer erhielten unbefristete Arbeitsverträge.

Nach den Sommerferien sei die Einstellung weiterer Lehrer in Sachsen geplant, erklärt Sprecher Schulz. Derzeit gehe es mit Blick auf die Anmeldungen für das nächste Schuljahr um Abstimmungen, wie hoch der Bedarf an Pädagogen ist. Dabei spiele auch der bevorstehende Generationswechsel an den Bildungseinrichtungen im Freistaat eine entscheidende Rolle. Ein großer Teil der insgesamt 32.000 sächsischen Lehrer hat sein Handwerk noch zu DDR-Zeiten gelernt. Nach Angaben von Schulz gehen viele von ihnen bis zu den Jahren 2022/2023 in den Ruhestand.

Für die 760 neuen Stellen hatten sich laut Dresdner Kultusministerium 1636 Personen beworben. 900 von ihnen hatten einen Lehramtsabschluss, den 677 von ihnen in Sachsen erworben hatten. Bei den anderen gut 700 handelte es sich um Seiteneinsteiger. Aus dem Kultusministerium hieß es, dass es auch in den nächsten Jahren Neueinstellungen von Lehrern im Winter geben soll.

Von Nikos Natsidis

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