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Borna Verzögerung beim Umbau der ehemaligen Untermühle
Region Borna Verzögerung beim Umbau der ehemaligen Untermühle
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00:45 20.04.2018
Die ehemalige Untermühle in Pegau wird von der Atrium Baubetreuungsgesellschaft aus Leipzig saniert. Im Erdgeschoss entsteht gerade die neue Gründung für die Treppenhäuser. Quelle: Mathias Bierende
Pegau

Mit einem Vierteljahr Verspätung hat im Januar die Sanierung der ehemaligen Untermühle am Elstermühlgraben in Pegau begonnen. Auf vier Etagen plant die Atrium Baubetreuungsgesellschaft aus Leipzig insgesamt 14 barrierefreie Wohnungen zwischen 80 und 100 Quadratmetern; ein Fahrstuhl soll die einzelnen Stockwerke miteinander verbinden.

Decke von Schädlingen befallen

„Auch wenn es im Moment von außen nach wenig aussieht, ist im Inneren schon viel passiert“, sagt der Geschäftsführer Michael Suhr und zeigt auf die frisch eingezogenen Deckenbalken.

Die ursprüngliche Decke war massiv von Holzschädlingen befallen und musste fast komplett ausgetauscht werden. „Wir hatten mit rund 20 Prozent Wechsel gerechnet und sind am Ende bei 80 Prozent gelandet“, zieht der Bauherr eine erste Bilanz. Ältere Häuser sind immer mit Überraschungen verbunden.

Nächste Gewerke stehen bereit

Mittlerweile werde an der neuen Gründung für die Treppenhäuser und am Schallschutz in der ersten Etage gearbeitet. Auch die Zimmermänner und Dachdecker stehen schon Gewehr bei Fuß, sie warten nur noch auf die Genehmigung für das Aufstellen eines Gerüstes im Mühlgraben. „Wir rechnen damit in den nächsten Tagen“, so Michael Suhr.

So stellt sich der Wohnungsbauträger Atrium das künftige Wohnhaus Untermühle vor – mit Balkons zum Wasser hin. Quelle: Atrium

Annähernd drei Millionen Euro investiert Atrium in die energieeffiziente Sanierung der einstigen Getreidemühle und greift dabei auf Erfahrungen mit ähnlichen Objekten wie der Gohliser Mühle in Leipzig zurück. Die rustikale Mühlentechnik soll in den Treppenhäusern als Gestaltungselemente wiederverwendet werden und einen Bogen zur Historie des Hauses schlagen.

Darüber hinaus bekommt das denkmalgeschützte Gebäude auf der Süd- und Ostseite kleine Balkone sowie Stellplätze und zwei Gärten. Der Wohnungsbauträger hatte die Mühle mitsamt zweier Flurstücke im Herbst 2016 von der Stadt Pegau erworben, während die benachbarte Wasserkraftanlage weiter in kommunalem Besitz bleibt.

Die Wohnungen sind gefragt

Nachfragen für diese zentrumsnahen, aber doch ruhig und naturnah gelegenen Eigentumswohnungen gibt es reichlich, vor allem aus dem Pegauer und Groitzscher Raum. Für Atrium ist es das erste große Bauvorhaben in ländlicher Region, berichtet Michael Suhr.

Diesem folge nun bald die neue Wohnanlage am Kulkwitzer See in Leipzig-Lausen. Dort entstehen 75 barrierefreie Wohnungen zwischen 65 und 115 Quadratmetern, für die sich am Tag der offenen Tür vor wenigen Tagen auch viele Familien aus Borna, Rötha, Zwenkau, Groitzsch und Pegau interessierten. „Daran merken wir, dass die Nachfrage nach wie vor am Wachsen ist“.

Nach dem leicht verzögerten Start soll die Untermühle in Pegau Anfang 2019 bezugsfertig sein.

Von Kathrin Haase

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